Daria Kasatkina hat ihre Saison 2025 vorzeitig beendet und in einem offenen Statement erklärt, dass sie „am Limit“ stehe und „nicht mehr weitermachen“ könne. Die 28-Jährige erlebte ein schwieriges Jahr: Mit einer Bilanz von 19 Siegen und 22 Niederlagen fiel sie auf Rang 20 der Weltrangliste zurück – ihre schlechteste Platzierung seit Mai 2022. Zuletzt verlor sie zehn ihrer letzten 15 Matches, darunter eine klare 3:6, 0:6-Niederlage gegen Sonay Kartal beim WTA-1000-Turnier in Peking.
„2025 war mein ‚Mir geht’s gut‘-Jahr“
In ihrer Botschaft auf Social Media zeigte sich Kasatkina ungewohnt offen. „‚Mir geht’s gut‘ – das sind Worte, die wir alle schon oft von Frauen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen gehört haben, obwohl sie wissen, dass es ihnen gar nicht gut geht. Sie machen weiter und zerbrechen dabei Stück für Stück. Das bin ich. 2025 war mein ‚Mir geht’s gut‘-Jahr.“
Sie habe lange versucht, ihre Gefühle zu verbergen, um nicht schwach oder undankbar zu wirken. „Die Wahrheit ist: Ich bin an eine Wand gestoßen und kann nicht mehr weitermachen. Ich brauche eine Pause – eine Pause vom monotonen Alltag auf der Tour, vom Kofferpacken, vom Druck, von den Ergebnissen, von den immer gleichen Gesichtern. Der Spielplan ist einfach zu viel. Mental und emotional bin ich am Limit.“
Neuanfang 2026 geplant
Kasatkina sprach auch über die Belastung durch ihren Nationenwechsel. Im März hatte sie bekannt gegeben, künftig für Australien zu spielen und in Melbourne zu leben. Sie habe ihren Vater seit vier Jahren nicht gesehen und kämpfe weiter um ihre volle Startberechtigung. „Wenn das bedeutet, dass ich schwach bin, dann sei es so. Doch ich weiß, dass ich stark bin – und stärker werde, wenn ich Abstand gewinne, mich erhole und neue Energie tanke.“
Zum Abschluss schrieb sie: „2025 ist für mich vorbei – und ehrlich gesagt war es genauso wenig in Ordnung wie ich selbst. Aber ich werde wieder in Ordnung sein. Wir sehen uns 2026 – voller Energie und bereit, wieder loszulegen!“
