Emma Raducanu hat ihre Teilnahme am Wuhan Open vorzeitig beenden müssen. Die 22-jährige Britin lag gegen die US-Amerikanerin Ann Li mit 1:6, 1:4 zurück, als sie in der ersten Runde wegen gesundheitlicher Probleme aufgeben musste. Damit endete ihr Auftritt beim WTA-1000-Turnier früher als geplant – ein weiterer Rückschlag in einer Saison, die von körperlichen Herausforderungen geprägt ist.
Hitze und Erschöpfung bremsen Raducanu aus
Die Bedingungen in Wuhan waren für viele Spielerinnen eine enorme Belastung. Temperaturen über 30 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit führten dazu, dass die WTA bereits an den ersten Turniertagen die sogenannte „Heat Rule“ in Kraft setzte, die Spielerinnen kurze Pausen bei extremer Hitze erlaubt.
Raducanu hatte während des Matches sichtlich Probleme. Nachdem sie den ersten Aufschlag von Li noch brechen konnte, verlor sie fünf ihrer eigenen Aufschlagspiele in Folge und gewann nur noch ein weiteres Spiel. Beim Stand von 1:4 im zweiten Satz rief sie den Arzt auf den Platz, ließ ihren Blutdruck messen und entschied sich schließlich, das Match abzubrechen.
Nächste Stationen: Ningbo und Tokio
Trotz des Rückschlags soll Raducanus Asientour weitergehen – vorausgesetzt, ihre Gesundheit lässt es zu. Ihr nächster geplanter Start ist das WTA-500-Turnier in Ningbo (13.–19. Oktober), für das sie eine Wildcard erhalten hat. Dort wird sie erstmals antreten, nachdem sie im Vorjahr verletzungsbedingt absagen musste. Das Teilnehmerfeld ist stark besetzt, unter anderem mit Amanda Anisimova, Mirra Andreeva, Jessica Pegula, Jasmine Paolini und Elena Rybakina.
Direkt danach steht die Teilnahme am Pan Pacific Open in Tokio (20.–26. Oktober) auf ihrem Programm. Auch hier tritt Raducanu mit einer Wildcard an und trifft auf hochkarätige Konkurrenz – darunter Pegula, Paolini, Rybakina und Zheng Qinwen. Das Turnier in Tokio ist das letzte, für das sie derzeit gemeldet ist.
Ob sie zusätzlich beim Hong Kong Tennis Open (27. Oktober – 2. November) antreten wird, hängt von einer möglichen Einladung ab.
