Iga Swiatek hat beim Wuhan Open eine weitere überraschende Niederlage hinnehmen müssen. Die Polin, die einst 75 Wochen lang ununterbrochen an der Spitze der Weltrangliste stand, erlebt 2025 eine Saison voller Kontraste – große Titel wie in Wimbledon und Cincinnati auf der einen Seite, deutliche Pleiten auf der anderen.
Ihr jüngster Rückschlag kam gegen Jasmine Paolini. Die Italienerin, Nummer 4 der Welt, besiegte Iga klar mit 6:1, 6:2 – ein Ergebnis, das niemand erwartet hatte. Zuvor hatte Swiatek alle sechs bisherigen Duelle gegen Paolini gewonnen. Doch diesmal dominierte die Italienerin nahezu fehlerfrei, verwandelte alle sechs Breakbälle und ließ der Polin kaum Chancen.
Unerwartete Rückschläge gegen alte Bekannte
Wuhan war nur der jüngste Tiefpunkt einer durchwachsenen Saison. Bereits im Februar hatte Iga beim Dubai Open gegen das 17-jährige Supertalent Mirra Andreeva mit 3:6, 3:6 verloren. „Es war eines der größten Überraschungsspiele, bei denen ich je am Platz war“, sagte TV-Experte Tim Henman damals.
Auch Alexandra Eala bereitete ihr beim Miami Open große Probleme. Die junge Filipina schlug Iga mit 6:2, 7:5 – eine der größten Sensationen des Turniers. Auf Sand setzte sich die Negativserie fort: In Madrid verlor sie mit 1:6, 1:6 gegen Coco Gauff, eine Niederlage, die sie selbst als „pretty bad“ bezeichnete.
„Ich konnte mein Niveau einfach nicht abrufen“, gab Iga zu. „Coco spielte gut, aber ich war nicht bereit, die schweren Schläge zurückzubringen. Heute ist einfach alles zusammengebrochen – spielerisch und körperlich.“
Muster der Unsicherheit
Auch Danielle Collins und Jelena Ostapenko nutzten Swiateks Formschwäche. Gegen beide kassierte sie klare Niederlagen. Besonders auffällig: Immer wieder verliert die einst dominante Nummer 1 mit 6:0-Sätzen – sogenannte „Bagels“, wie es im Tennisjargon heißt. Gleich drei Spielerinnen – Madison Keys, Aryna Sabalenka und Emma Navarro – gelang dieses Kunststück im Laufe des Jahres.
Trotz ihrer Erfolge bleibt 2025 für Swiatek ein Jahr voller Fragezeichen. Ihr dominantes Spiel scheint zu wackeln – und ihre Gegnerinnen wissen das nun zu nutzen.
