Aryna Sabalenka hat mit ihrem Erfolg beim Wuhan Open Geschichte geschrieben. Die Belarussin steht seit Oktober 2024 an der Spitze der WTA-Weltrangliste – und wird dort nun ein komplettes Kalenderjahr verbringen. Ihr Halbfinaleinzug in Wuhan genügte, um die Spitzenposition für den Jahresabschluss 2025 zu sichern.
Sabalenka, 27, löste im vergangenen Jahr Iga Swiatek als Nummer 1 ab und ließ in dieser Saison keinen Zweifel an ihrer Vormachtstellung. Sie verteidigte erfolgreich ihren US-Open-Titel, gewann die meisten Turniere – darunter die WTA-1000-Events in Indian Wells und Madrid – und erreichte acht Finals. Im Juli übertraf sie die Marke von 12.000 Punkten und erreichte mit 12.420 Zählern den zweithöchsten Stand seit Einführung des aktuellen Punktesystems im Jahr 2009 – nur Serena Williams war mit 13.615 Punkten jemals besser.
Swiateks Aufholjagd scheitert
Swiatek hatte mit Siegen in Wimbledon, Cincinnati und zuletzt in Seoul zwar noch einmal Boden gutgemacht, konnte den Abstand aber nicht mehr schließen. Ihre Viertelfinalniederlage gegen Jasmine Paolini in Wuhan besiegelte das Rennen um die Jahresendspitze.
In der Live-Wertung der WTA liegt Sabalenka derzeit bei 10.400 Punkten, während Swiatek 8.768 Punkte hält. Auch in der „Race to Riyadh“-Rangliste, die nur die Ergebnisse des laufenden Jahres berücksichtigt, führt Sabalenka mit 10.000 Punkten deutlich vor der Polin (8.368 Punkte).
Da beide Spielerinnen nach Wuhan keine regulären Turniere mehr bestreiten, fällt die Entscheidung endgültig bei den WTA Finals, die vom 1. bis 8. November in Saudi-Arabien stattfinden. Doch selbst dort kann Swiatek ihre Rivalin rechnerisch nicht mehr überholen. Selbst im Fall eines perfekten Turniers mit 1.500 Punkten bliebe sie 132 Zähler hinter Sabalenka.
Ein Jahr der Beständigkeit
Zwar droht beiden Spielerinnen eine kleine Punktestrafe, da sie nicht die erforderliche Zahl an WTA-500-Turnieren bestritten haben. Doch Sabalenkas komfortabler Vorsprung reicht aus, um auch mit dieser Abwertung die Saison als Nummer 1 zu beenden. Damit krönt sie ein Jahr, in dem sie sich endgültig als dominierende Kraft im Damentennis etabliert hat.
