Martina Navratilova hat Iga Swiateks Jahr 2025 als „rätselhaft“ beschrieben und erklärt, wie die Polin bei den WTA Finals in Riad gefährlich werden kann. Swiatek, aktuell Weltranglistenzweite und Nummer zwei im Race, holte drei Titel – darunter Wimbledon, ihren sechsten Grand-Slam-Erfolg. Zuvor hatte sie in Cincinnati und Seoul triumphiert und damit eine überraschende 13-monatige Durststrecke beendet.
Frühe Saisonphasen liefen holprig. Ihre 26-Match-Siegesserie bei den French Open endete im Halbfinale gegen Aryna Sabalenka, woraufhin Swiatek zeitweise auf Rang acht abrutschte. Später kam die Wende, doch Niederlagen gegen Emma Navarro in Peking (entscheidender Satz 0:6) sowie gegen Jasmine Paolini in Wuhan dämpften zuletzt die Formkurve.
Navratilovas Rat: Wimbledon-Modus aktivieren
Navratilova analysierte gegenüber der WTA: „Ich habe das Gefühl, sie ist in diesem Jahr ein bisschen eine Enigma gemessen an den Maßstäben, die sie zuvor gesetzt hat.“ Weiter sagte sie: „Sie hat nicht das Turnier gewonnen, bei dem es alle erwartet haben – Roland Garros – und dann das gewonnen [Wimbledon], bei dem es niemand erwartet hat. Vielleicht war der Druck weg und sie sagte: ‚Ich greife jetzt einfach an.‘“
Die 18-fache Major-Siegerin lobte vor allem Swiateks Anpassung: „Sie war etwas auf und ab, aber sie hat Wimbledon auf erstaunliche Weise gewonnen. Sie hat ihre Schläge flacher gespielt und sich keine Sorgen gemacht, hier und da zu fehlen. Genau diese aggressive Herangehensweise muss sie nach Riad mitbringen. Das sollte ihr Selbstvertrauen geben.“
Bilanz und Ausblick
Swiatek qualifizierte sich zum fünften Mal in Serie für die Finals. 2023 gewann sie in Cancún, 2024 schied sie in Riad trotz zweier Siege in der Gruppenphase aus. In diesem Jahr ist sie voraussichtlich an zwei gesetzt – hinter Sabalenka. Mit den richtigen Ergebnissen kann sie deren Spitzenplatz noch angreifen.
