Tamara Korpatsch hat beim Sandplatzturnier in Hamburg den bislang größten Erfolg ihrer Saison gefeiert. Die 31-Jährige besiegte Anna Bondar im Finale mit 6:3, 6:3 und gewann damit ihren zweiten Titel auf der WTA-Tour. Ihren ersten Turniersieg hatte sie 2023 in Cluj-Napoca geholt.
Der Erfolg am Rothenbaum besitzt für Korpatsch eine besondere Bedeutung. Die gebürtige Hamburgerin triumphierte vor heimischem Publikum und bestätigte zugleich ihre starke Form auf Sand. Bereits bei den French Open hatte sie erstmals die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers erreicht.
Ein Titel mit direkter Wirkung auf die Rangliste
Mit dem Turniersieg erhält Korpatsch 250 Weltranglistenpunkte und 32.520 Euro Preisgeld. In der Rangliste verbessert sie sich auf Platz 45 und erreicht damit ihre bisher beste Position.
Ab Montag ist sie außerdem wieder die bestplatzierte deutsche Spielerin. Sie liegt dann vor Tatjana Maria und Eva Lys. Der Titel verändert damit nicht nur ihre persönliche Bilanz, sondern auch ihre Stellung innerhalb des deutschen Frauentennis.
Bondar verpasste dagegen trotz großer Konstanz erneut den Titel. Die Ungarin stand zum dritten Mal in Folge im Hamburger Endspiel, konnte diesen Lauf jedoch nicht mit dem Turniersieg abschließen. Korpatsch bestimmte das Finale über zwei Sätze und ließ mit dem klaren Ergebnis wenig Zweifel am Ausgang.
Warum dieser Erfolg mehr als ein einzelner Turniersieg ist
Korpatschs Karriere verlief ohne frühe Förderung durch den Deutschen Tennis Bund. Unterstützt wurde sie stattdessen über Jahre von ihren Eltern Thomas und Birgit sowie ihren Brüdern Tom und Richie. Der Hamburger Titel steht deshalb auch für die Beharrlichkeit, mit der sie ihren Weg fortgesetzt hat.
Die Kombination aus dem dritten-Runden-Einzug in Paris, dem Heimsieg in Hamburg und der neuen Bestplatzierung zeigt eine klare Entwicklung. Korpatsch hat ihre Sandplatzform in konkrete Resultate und Weltranglistenpunkte umgewandelt.
Zeitgleich gewann Lilly Tagger in Prag ihren ersten WTA-Titel. Die 18-jährige Österreicherin setzte sich im Finale gegen Daria Snigur mit 7:6 (7:3), 6:2 durch und steigt ebenfalls in die Top 50 ein. Dabei liegt sie knapp vor Korpatsch.
