Eva Lys meistert nervösen US-Open-Auftakt gegen Knutson

by Faruk Imamovic
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Eva Lys meistert nervösen US-Open-Auftakt gegen Knutson
© DjokoUTD/X/Fair Use

Eva Lys hat bei den US Open einen wichtigen ersten Schritt geschafft. Die Hamburgerin besiegte die tschechische Qualifikantin Gabriela Knutson und erreichte zum dritten Mal in ihrer Karriere die zweite Runde in New York. Nach einem schwierigen Jahr war nicht nur das Ergebnis wichtig, sondern besonders die Art, wie sie mit ihrer Anspannung umging.

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Regen verzögerte den Beginn um rund vier Stunden, anschließend blieb die Luftfeuchtigkeit hoch. Lys benötigte 72 Minuten und verwandelte ihren zweiten Matchball. Die deutschen Zuschauer auf Court 6 gaben ihr dabei spürbare Unterstützung.

Ein Rückstand prüft die Nerven

Lys sprach offen über ihre innere Unruhe. „Das ist ein ganz großer Sieg für mich“, sagte sie bei Sporteurope.tv. „Heute hat man gesehen, dass ich todesnervös reingekommen bin. Der zweite Satz war auch todesnervös, aber ich bin stolz auf mich selbst, dass ich meine Nerven behalten und meinen Spaß nicht verloren habe.“

Der zweite Satz lieferte den entscheidenden Test. Lys geriet schnell mit 0:3 in Rückstand, stabilisierte sich jedoch rechtzeitig und verhinderte, dass aus ihrer Nervosität ein längeres Match wurde. Gerade nach ihren körperlichen Problemen im Verlauf der Saison war diese Reaktion wertvoller als ein vollständig problemloser Sieg.

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Hinzu kommt die Lage in der Weltrangliste. Lys droht in näherer Zukunft aus den Top 100 zu fallen. Jeder Erfolg bei einem Grand Slam kann deshalb sportliche Sicherheit geben, ohne die grundsätzliche Ranglistenaufgabe sofort zu lösen.

Andreeva erhöht das Niveau deutlich

In der zweiten Runde wartet voraussichtlich Mirra Andreeva, die in diesem Jahr die French Open gewonnen hat. Für Lys verändert sich damit die Ausgangslage. Gegen Knutson musste sie als favorisierte Spielerin ihre eigenen Erwartungen kontrollieren. Gegen Andreeva kann sie freier auftreten, trifft aber auf eine Gegnerin mit deutlich größerem aktuellen Erfolg.

Ella Seidel erlebte dagegen einen enttäuschenden Auftakt. Die 21-Jährige verlor gegen die Ukrainerin Julia Starodubtseva mit 2:6, 2:6 und wartet weiter auf ihren ersten Sieg bei einem der vier Grand-Slam-Turniere.

Die beiden Ergebnisse zeigen unterschiedliche Entwicklungsaufgaben. Seidel muss den Übergang auf die größte Bühne erst noch bewältigen. Lys hat diese Hürde schon genommen, kämpft aber um Stabilität über eine gesamte Saison.

Eva Lys
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