Tennisfans wissen nur zu gut, wie laut die Unterstützung bei renommierten Turnieren werden kann, wenn die Zuschauer ihre Lieblingsspielerinnen und -spieler anfeuern.
Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist die philippinische Fangemeinde von Alex Eala, die der 21-Jährigen von Turnier zu Turnier folgt. Diese Unterstützung beeindruckt Fans und Spieler ebenso wie Experten und Analysten, die seit geraumer Zeit staunen, was die philippinischen Anhänger für die junge Spielerin auf die Beine stellen.
Andy Roddick, eine der bekanntesten Persönlichkeiten des Sports, äußerte sich zu Ealas rasantem Aufstieg. Dabei hob er insbesondere die Unterstützung hervor, die sie bei den US Open und bereits bei früheren Turnieren von ihren philippinischen Fans erhalten hat.
Andy Roddick hat seine Einschätzung zur wachsenden Fangemeinde von Alex Eala abgegeben, nachdem er ihr US-Open-Match gegen Iva Jovic verfolgt hatte.
Eala zählt inzwischen zu den beliebtesten jungen Spielerinnen auf der WTA Tour. Ihre Matches ziehen regelmäßig zahlreiche philippinische Unterstützer an. Auch in New York war das wieder der Fall: Auf dem Arthur Ashe Stadium erhielt die 21-Jährige in ihrem Duell mit Jovic lautstarke Unterstützung.
Das Drittrundenmatch endete nach mehr als drei Stunden Spielzeit mit einem 7:5, 3:6, 7:5-Sieg für Jovic. Obwohl die US-Amerikanerin vor heimischem Publikum antrat, unterstützte ein großer Teil der Zuschauer Eala und feierte viele ihrer Punkte lautstark.
Roddick war im Stadion und wollte sich selbst ein Bild davon machen, wie sich Ealas Anhänger bei einem derart wichtigen Match verhalten. Der frühere Weltranglistenerste erklärte später, dass er an dem Erlebten nichts auszusetzen hatte.
Roddick lobt den Respekt der Eala-Fans
In seinem Podcast sagte Roddick, die Partie habe sowohl sportliche Qualität als auch Dramatik geboten. Zudem habe die Atmosphäre auf den Rängen dem Duell eine besondere Note verliehen.
“I thought the tennis was fantastic, I thought the drama was fantastic,” Roddick said. “Because those are often different things, which sometimes get treated with the same lens. It is not always the case. This was a high quality match, three hours, physical, no free points.
Fans were into it, cheering for their person, but doing it with class. Like Eala’s fanbase is obviously massive, it’s obviously loyal and I’m sorry, they are so respectful.
I wanted to see it in person in the big arena tonight and I was sitting up top for the first set and a half and everything about this match was why we love tennis.”
Ealas Unterstützung ist in den vergangenen beiden Saisons zu einem festen Bestandteil ihrer Erfolgsgeschichte geworden. Philippinische Fans begleiteten sie bei Turnieren in verschiedenen Teilen der Welt. Auch bei ihren US-Open-Auftritten waren auf den Rängen zahlreiche Flaggen der Philippinen zu sehen.
Die offizielle Website der US Open bezeichnete die Begeisterung rund um die Philippinin als „Eala mania“ und berichtete, dass viele Fans wegen ihrer Matches auf das Turniergelände kamen. Einige Unterstützer erzählten, dass jüngere Mitglieder ihrer Familien ihretwegen begonnen hätten, Tennis zu spielen.
Die 21-Jährige hat sich auch selbst dazu geäußert, vor lautstarken Zuschauern zu spielen. Nach einer früheren Partie in New York räumte sie ein, dass sie noch lernen müsse, mit dem Lärm im Stadion umzugehen.
Ihr Match gegen Jovic zog noch einmal besondere Aufmerksamkeit auf sich. Abseits des Platzes sind die beiden eng befreundet und hatten in dieser Saison bereits zweimal gegeneinander gespielt. Dieses Mal trafen sie jedoch auf einem der größten Tennisplätze der Welt aufeinander – mit dem Einzug in die zweite Woche eines Grand-Slam-Turniers als Ziel.
Jovic setzte sich schließlich im entscheidenden Satz durch, doch Eala erhielt nach der Partie stehende Ovationen. Auch die US-Amerikanerin erklärte anschließend, sie habe versucht, die Energie des Publikums für sich zu nutzen, obwohl viele Zuschauer nicht hinter ihr standen.
Beide Spielerinnen betonten die Bedeutung ihrer Freundschaft. Auf dem Tennisplatz gelten jedoch andere Regeln: Sobald das Match beginnt, zählt nur der Sieg – alles andere rückt in den Hintergrund.
Roddick sieht auch die Zukunft des Frauentennis positiv
Roddick sprach nicht nur über das Publikum. Der US-Open-Sieger von 2003 fand auch lobende Worte für die beiden jungen Spielerinnen und das, was sie dem Frauentennis in den kommenden Jahren geben könnten.
Iva Jovic war nach dem Match im ESPN-Studio zu Gast. Roddick hob dabei hervor, wie die 18-Jährige trotz der schwierigen Partie über ihre enge Freundin sprach.
“Iva Jovic came to the ESPN set right afterwards, she always just has a perfect tone,” Roddick continued. “She’s very serious about her craft. Very head down, I’m not emotional, wise beyond her years.
You know, she had empathy for her friend, spoke glowingly about Alex Eala. The state of women’s tennis is in great hands in the future with these two.”
Für viele Fans gehören die beiden Spielerinnen zu den größten Talenten im Tennis. Iva Jovic und Alex Eala haben eine vielversprechende Zukunft vor sich. Für nachhaltigen Erfolg wird jedoch entscheidend sein, ihre Motivation und den Fokus auf ihre Ziele sowie ihr Training langfristig zu bewahren.
Großer Erfolg in jungen Jahren kann mitunter zusätzlichen Druck und Verantwortung mit sich bringen. Beide Spielerinnen haben jedoch professionelle Teams an ihrer Seite, die sie in die richtige Richtung lenken und ihnen helfen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
