Iva Jovic und Alex Eala begeisterten die Tenniswelt bei ihrem US-Open-Duell mit ihrem spielerischen Niveau.
Am Ende setzte sich zwar Jovic durch, doch auch Ealas Leistung sorgte für große Anerkennung. Viele sehen in der Filipina gemeinsam mit der jungen Amerikanerin eines der größten Talente im Tennis.
Das Niveau, das die beiden zeigten, war genau das, worauf viele Fans gewartet hatten. Sollten sie sich in dieser Form weiterentwickeln, dürfte kaum jemand daran zweifeln, dass sie in Zukunft noch viele bedeutende Duelle bestreiten werden.
Auch Monica Seles reagierte auf das Drittrundenmatch zwischen Alex Eala und Iva Jovic. Die frühere Nummer eins der Welt gab zu, dass sie sich gewünscht hätte, der Dreisatzkrimi würde noch länger dauern.
Die beiden jungen Spielerinnen trafen in der dritten Runde im Arthur Ashe Stadium aufeinander. Jovic feierte nach drei Stunden und drei Minuten einen 7:5-, 3:6-, 7:5-Erfolg. Für die 18-jährige Amerikanerin war es ein weiterer wichtiger Schritt: Erstmals erreichte sie in New York das Achtelfinale.
Ein solcher Erfolg dürfte ihr für die anstehenden Herausforderungen enormes Selbstvertrauen geben.
Für Eala endete das Turnier dagegen nach einem weiteren starken Auftritt, der bei den Tennisfans viel Aufmerksamkeit auf sich zog. Die 21-jährige Filipina erhielt großen Rückhalt von den Rängen und wurde nach dem Match mit stehenden Ovationen verabschiedet.
Die junge Filipina zählt inzwischen zu den meistbeachteten Spielerinnen auf der WTA Tour. Auch Jovic macht sich mit ihren Ergebnissen bei großen Turnieren zunehmend einen Namen. Entsprechend groß war das Interesse an ihrem ersten Pflichtspielduell im Arthur Ashe Stadium.
Abseits des Platzes verbindet Jovic und Eala eine enge Freundschaft. Diese begann vor mehreren Jahren und wurde intensiver, nachdem sie auf der Tour mehr Zeit miteinander verbrachten. Beide Spielerinnen hatten jedoch klargemacht, dass die Freundschaft während des Matches keine Rolle spielen würde.
Seles reagiert auf das Duell
Das Match bot insgesamt 17 Breaks. Beide Spielerinnen waren bei eigenem Aufschlag weniger erfolgreich als bei den Returnspielen. Jovic schlug 44 Winner bei 27 unerzwungenen Fehlern, Eala kam auf 34 Winner und 33 unerzwungene Fehler.
Seles gehörte zu denjenigen, die das Match verfolgten. Die neunmalige Grand-Slam-Siegerin teilte ihre Reaktion später auf Instagram.
“Last night’s US Open match was on 🔥 The intensity in every single point was 🙈 I wish it was a 3 out of a 5 set match as I didn’t want it to end,” schrieb Seles.
Bei Grand-Slam-Turnieren bestreiten Frauen derzeit Einzelmatches im Modus „Best of three“, während die Männer über drei Gewinnsätze spielen. In diesem speziellen Fall hätte sich Seles also gerne noch zwei weitere mögliche Sätze angesehen.
Die 51-Jährige weiß genau, was es bedeutet, auf den größten Bühnen des Tennissports anzutreten. Die frühere Nummer eins der Welt gewann in ihrer Karriere neun Grand-Slam-Titel im Einzel und wurde zu einer der prägendsten Spielerinnen ihrer Generation.
Für Eala und Jovic war das Duell in New York bereits das dritte Aufeinandertreffen in dieser Saison. Die Amerikanerin hatte die beiden vorherigen Partien bei den French Open und in Queen’s gewonnen. Mit ihrem jüngsten Erfolg baute sie die Bilanz im direkten Vergleich auf 3:0 aus.
Diesmal verlief das Duell allerdings deutlich enger. Eala entschied den zweiten Satz für sich und hatte auch im entscheidenden Durchgang Chancen. Jovic gewann schließlich fünf der letzten sechs Spiele und brachte die Partie damit zu Ende.
Freundschaft bleibt Eala und Jovic wichtig
Beide Spielerinnen hatten bereits vor ihrem Aufeinandertreffen über ihre Freundschaft gesprochen.
Jovic erklärte vor dem Match, dass es schwierig sein könne, befreundet zu sein und gleichzeitig gegeneinander anzutreten. Zugleich betonte sie, dass viele jüngere Spielerinnen offener für enge Freundschaften auf der Tour seien. Sobald das Match beginne, sei beiden jedoch klar, dass sie sich voll auf den Sieg konzentrieren müssten.
Diese besondere Beziehung zeigte sich auch nach dem letzten Punkt: Trotz der schmerzhaften Niederlage umarmte Eala ihre Freundin am Netz.
Die Reaktionen in den sozialen Medien machten deutlich, dass die Fans solche Momente genossen. Viele betonten, genau darum gehe es im Tennis: trotz sportlicher Rivalität Freundschaft und Nähe zu bewahren.
Bereits während der US Open Fan Week vor dem Turnier hatten die beiden das Publikum gemeinsam unterhalten. Damals standen auch ihre Väter mit ihnen auf dem Platz. Wenige Tage später war die Situation eine völlig andere: Nun ging es um den Einzug in die zweite Grand-Slam-Woche.
Für Eala ist das Turnier inzwischen beendet. Ihre Leistungen in New York krönten jedoch eine Saison, in der sie sich zu einer der meistdiskutierten Nachwuchsspielerinnen auf der WTA Tour entwickelt hat.
Auf Jovic wartet dagegen die nächste schwierige Aufgabe. Die an Position 14 gesetzte Amerikanerin trifft um den Einzug ins Viertelfinale der US Open auf die an Nummer vier gesetzte Coco Gauff.
