Brad Gilbert fordert deutliche Verbesserungen bei Alex Ealas Service

by Faruk Imamovic
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Brad Gilbert fordert deutliche Verbesserungen bei Alex Ealas Service
© threecourts/X/Fair Use

Alex Eala hat bei den US Open erneut gezeigt, wie früh sie mit ihrer Spielintelligenz und ihren Grundschlägen auf höchstem Niveau mithalten kann. Das 7:5, 3:6, 7:5 gegen die erst 18 Jahre alte Iva Jovic endete nach mehr als drei Stunden dennoch mit einer bitteren Niederlage. Eala führte im Entscheidungssatz bereits mit einem Break, konnte den Vorsprung jedoch nicht ins Ziel bringen.

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Ein starkes Match mit einer klaren Schwachstelle

Brad Gilbert ordnete die Partie als eines der besten Matches des Turniers ein. Seine Analyse konzentrierte sich trotzdem nicht auf die spektakulären Ballwechsel, sondern auf Ealas Aufschlag. Der frühere Trainer von Andre Agassi verwies darauf, dass einige erste Aufschläge nur 73 Meilen pro Stunde erreichten. Für eine Linkshänderin, die sich damit eigentlich Winkel und freie Felder schaffen könnte, sei das zu wenig.

Gilbert formulierte den Handlungsbedarf unmissverständlich: „Dieser Schlag braucht viel Arbeit.“ Ihm fehlt bei Eala vor allem ein variabler Linkshänder-Aufschlag, der Gegnerinnen aus dem Feld zieht und den nächsten Ball vorbereitet. Statt mit einem unmittelbaren Vorteil beginne sie dadurch viele Punkte praktisch neutral.

Mehr Tempo würde das gesamte Spiel entlasten

Die Kritik berührt mehr als eine einzelne Statistik. Ein schnellerer und besser platzierter erster Aufschlag würde Eala kürzere Ballwechsel ermöglichen. Gleichzeitig müsste sie bei eigenen Servicegames weniger lange verteidigen und könnte ihre Stärke in den ersten Grundschlägen früher einsetzen.

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„Wenn sie ihren Aufschlag deutlich verbessern könnte, würde sich ihr Spiel meiner Meinung nach exponentiell steigern“, sagte Gilbert. Seine Einschätzung wirkt gerade nach der knappen Niederlage plausibel. Eala war spielerisch nah genug, um Jovic über drei Sätze zu fordern und im letzten Durchgang vorzulegen. Der fehlende freie Punkt erhöhte jedoch den Druck in jedem Aufschlagspiel.

Die Niederlage liefert eine konkrete Aufgabe

Das Ausscheiden verändert nichts an Ealas Potenzial. Es macht vielmehr sichtbar, welcher Fortschritt den größten Effekt haben könnte. Viele junge Spielerinnen müssen zunächst Stabilität in längeren Rallyes entwickeln. Eala verfügt bereits über die Qualität, solche Duelle gegen starke Gegnerinnen offen zu halten.

Nun geht es darum, den Punktbeginn zu verbessern. Schon ein moderater Zuwachs bei Tempo, Platzierung und Variation könnte die Zahl der engen Servicegames reduzieren. Die Partie gegen Jovic war deshalb mehr als ein verlorener Dreisatzkampf: Sie lieferte Eala und ihrem Team eine ungewöhnlich klare Priorität für die nächste Entwicklungsphase.

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