Aryna Sabalenka bleibt makellos, obwohl der Aufschlag wackelt

by Faruk Imamovic
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Aryna Sabalenka bleibt makellos, obwohl der Aufschlag wackelt
© theVibeAlchemy/X/Fair Use

Aryna Sabalenka hat bei den US Open noch keinen Satz verloren und ihre Kritikerinnen damit zu einer frühen Neubewertung gezwungen. Die Weltranglistenerste wirkt nach schwachen Vorbereitungsturnieren stabiler als erwartet. Ihr 6:4, 6:3 gegen Taylor Townsend zeigte allerdings auch, dass die souveräne Ergebnisbilanz nicht mit völliger Kontrolle beim eigenen Aufschlag gleichzusetzen ist.

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Vier Siege ohne Satzverlust

Sabalenka war nach Achtelfinal-Niederlagen in Montreal und Cincinnati mit Fragen zu ihrer Form nach New York gekommen. Als zweimalige Titelverteidigerin trägt sie zusätzlichen Druck, während Elena Rybakina sie an der Spitze der Weltrangliste ablösen kann, wenn sie das Halbfinale erreicht.

In den ersten vier Runden schlug Sabalenka Camila Osorio, Eva Iatcenko, Kamilla Rakhimova und Townsend jeweils in zwei Sätzen. Annabel Croft korrigierte deshalb ihre skeptische Einschätzung. „Sie wird nur schwer zu schlagen sein“, sagte Croft. „Sie wirkt nicht so verwundbar, wie ich erwartet hatte. Bislang hat sie keinen Satz abgegeben und sieht sehr gut aus.“

Townsend legt die empfindliche Stelle frei

Das Resultat des Achtelfinals war klarer als einzelne Phasen. Sabalenka verlor im ersten Satz dreimal ihren Aufschlag, schaffte jedoch vier Breaks. Im zweiten Durchgang geriet sie mit 1:3 zurück, ehe sie mit drei weiteren Breaks die Partie drehte und nach 75 Minuten beendete.

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Martina Navratilova bewertete die Leistung deshalb nicht mit der Bestnote. „Insgesamt würde ich Sabalenka eine Zwei geben, weil sie ihren Aufschlag so oft verloren hat“, sagte sie. „In den entscheidenden Momenten spielte sie jedoch sehr gut.“

Genau darin liegt Sabalenkas bisherige Stärke. Ihre Servicegames waren angreifbar, doch sie reagierte sofort mit Druck beim Return. Dadurch konnte Townsend keinen Vorsprung dauerhaft absichern.

Noskova verlangt mehr Stabilität

Im Viertelfinale wartet Wimbledon-Siegerin Linda Noskova. Gegen eine Gegnerin mit größerer Schlagkraft können wiederholte Aufschlagverluste schwerer zu reparieren sein. Sabalenka muss deshalb ihre ersten Schläge stabilisieren, ohne die aggressive Returnhaltung aufzugeben, die sie bisher aus schwierigen Phasen getragen hat.

Vier glatte Siege sind ein starkes Signal, aber kein Beweis für ein fehlerfreies Turnier. Sabalenkas Widerstandsfähigkeit war bislang wichtiger als makellose Statistiken. Sie gewann die Punkte, in denen ein Satz zu kippen drohte, und hielt ihre Gegnerinnen dadurch auf Distanz. Gegen Noskova entscheidet sich, ob diese Fähigkeit erneut genügt oder ob der eigene Aufschlag erstmals einen höheren Preis verlangt.

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Ihre bislang perfekte Satzbilanz verdient deshalb eine differenzierte Bewertung.

Aryna Sabalenka
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