Coco Gauff verarbeitet US-Open-Aus mit Blick auf die nächste Saison

by Faruk Imamovic
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Coco Gauff verarbeitet US-Open-Aus mit Blick auf die nächste Saison
© espn/X/Fair Use

Coco Gauff hat nach ihrem US-Open-Aus gegen Elena Rybakina den Blick bereits auf die nächste Saison gerichtet. Die Amerikanerin verlor das Halbfinale 6:3, 4:6, 4:6, obwohl sie den ersten Satz gewann und vom Publikum in New York lautstark unterstützt wurde.

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„Es bedeutet mir viel, diese Unterstützung des Publikums zu haben“, sagte Gauff. „Sie tragen mich hier definitiv durch viele dieser Matches.“ Die Zuneigung sei bis zum letzten Punkt spürbar und für eine Einzelspielerin eine seltene Erfahrung.

Die Niederlage beendete einen starken nordamerikanischen Hartplatzabschnitt. Gauff hatte weniger als zwei Wochen zuvor den Titel in Cincinnati gewonnen und in New York die Runde der letzten vier erreicht. Rybakina bestätigte jedoch ihre aktuelle Überlegenheit im direkten Duell. Sie führt nun 2:1 und hatte Gauff bereits in dieser Saison in Kanada besiegt.

Eine gute Phase endet ohne größten Preis

Gauffs Enttäuschung entsteht aus der Nähe zum Finale, nicht aus einem grundsätzlich schwachen Turnier. Sie nahm Rybakina einen Satz ab und blieb bis zum Schluss im Match. Die spätere Weltranglistenerste fand in den entscheidenden Phasen jedoch die stabilere Kombination aus Aufschlag und ersten Grundschlägen.

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Für Gauff ist diese Einordnung wichtig. Nach einem Turniersieg und einem Grand-Slam-Halbfinale besteht kein Anlass für einen umfassenden Neustart. Einzelne Muster unter Druck müssen verbessert werden, während die Basis ihres Spiels funktioniert. Ihre Athletik und defensive Reichweite verlängern Ballwechsel, doch gegen die stärksten Angreiferinnen braucht sie zusätzliche Kontrolle über die ersten Schläge.

Asientour wird zum Versuchsfeld

Gauff plant, die verbleibenden Turniere der Saison für Anpassungen zu nutzen. Als nächster wichtiger Termin wartet die China Open ab dem 28. September. Dort verteidigt sie Punkte aus dem Halbfinale. Danach bleibt auch die Qualifikation für die WTA Finals ein bedeutendes Ziel.

Die Amerikanerin richtete ihren Blick zugleich bereits auf das nächste Jahr. Diese Haltung bedeutet nicht, dass die restlichen Wochen unwichtig sind. Sie können vielmehr ein Labor für technische oder taktische Veränderungen sein, die während eines Grand-Slam-Turniers kaum risikolos getestet werden können.

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Gauff verlässt New York deshalb mit zwei Wahrheiten. Das verpasste Heimfinale schmerzt, besonders nach einer Führung. Gleichzeitig hat sie bewiesen, dass sie unmittelbar nach einem großen Titel erneut tief in ein bedeutendes Turnier vordringen kann. Der nächste Entwicklungsschritt besteht darin, solche Formphasen gegen eine Spielerin wie Rybakina vollständig zu nutzen. Die Unterstützung in New York bleibt, doch die entscheidende Arbeit beginnt außerhalb des Scheinwerferlichts.

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