Elena Rybakina hat das US-Open-Finale gegen Aryna Sabalenka mit 6:4, 5:7, 6:2 gewonnen und damit erstmals den Titel in New York geholt. Für die Kasachin ist es der dritte Grand-Slam-Erfolg ihrer Karriere. Zugleich löst sie Sabalenka an der Spitze der Weltrangliste ab.
Das Endspiel verlangte Elena Lösungen an Tagen, an denen nicht jede ihrer wichtigsten Waffen sofort funktionierte. Im ersten Satz brachte sie nur 29 Prozent ihrer ersten Aufschläge ins Feld. Trotzdem nutzte sie einen frühen Doppelfehler Sabalenkas beim Stand von 2:2 zum Break und verteidigte diesen Vorsprung bis zum Satzgewinn.
Sabalenka erzwingt den dritten Satz
Im zweiten Durchgang erhöhte die Titelverteidigerin den Druck. Elena wehrte beim Stand von 4:5 zunächst zwei Satzbälle ab, konnte Sabalenkas nächsten Angriff jedoch nicht mehr stoppen. Die Belarussin schaffte das entscheidende Break zum 7:5 und stellte damit ein Finale wieder auf Anfang, das zuvor in Rybakinas Richtung gelaufen war.
Der dritte Satz zeigte dann den Unterschied zwischen einer knappen Niederlage und einem souveränen Abschluss. Elena nahm Sabalenka zum 2:1 den Aufschlag ab, ließ bei eigenem Service kaum noch Möglichkeiten zu und setzte mit einem weiteren Break zum 5:2 die Vorentscheidung. Danach servierte sie den größten New Yorker Erfolg ihrer Karriere aus.
Der Titel verändert die Rangordnung
Rybakina hatte zuvor bereits Wimbledon 2022 und die Australian Open 2026 gewonnen. Der Triumph in Flushing Meadows erweitert diese Bilanz nicht nur um ein drittes Major, sondern verändert auch die Rangordnung im Frauentennis. Sabalenka verliert nach ihrer Finalniederlage Platz eins, während Rybakina erstmals die Weltrangliste anführt.
Die neue Nummer eins hat außerdem die Führung im Rennen um die WTA Finals in Indian Wells übernommen. Damit verbindet sich der Turniersieg mit einer starken Ausgangsposition für den Saisonabschluss. Sabalenka bleibt trotz der Niederlage eine zentrale Konkurrentin, doch Rybakina hat ihr im wichtigsten direkten Duell des Turniers die Kontrolle genommen.
Der Erfolg beruhte nicht auf einem perfekten Aufschlagtag, sondern auf Anpassung und Nervenstärke. Rybakina überstand die schwache erste Aufschlagquote, reagierte auf Sabalenkas zweiten Satz und dominierte anschließend den entscheidenden Durchgang. Genau diese Fähigkeit macht ihren Sprung an die Spitze mehr als zu einer rechnerischen Folge des Titels.
