Kateřina Siniakova und Taylor Townsend haben bei den US Open den Titel im Damendoppel gewonnen. Die topgesetzten Favoritinnen bezwangen die amerikanischen Außenseiterinnen Ashlyn Krueger und Robin Montgomery mit 5:7, 6:0, 6:2. Der Erfolg schließt die letzte Lücke in ihrer gemeinsamen Grand-Slam-Sammlung.
Krueger und Montgomery standen erstmals in einem Majorfinale und nutzten ihre Außenseiterrolle zunächst überzeugend. Sie gewannen den ersten Satz 7:5 und zwangen die Favoritinnen zu einer deutlichen Reaktion. Siniakova und Townsend ließen danach keinen graduellen Übergang zu, sondern dominierten den zweiten Durchgang ohne Spielverlust.
Erfahrung entscheidet nach dem Fehlstart
Im dritten Satz blieb das favorisierte Duo auf diesem Niveau. Das 6:2 verwandelte einen schwierigen Beginn in einen klaren Abschluss und zeigte, warum beide in den vergangenen Jahren so häufig die entscheidenden Runden großer Turniere erreicht haben. Krueger und Montgomery hatten Chancen geschaffen, konnten den wachsenden Druck der Gegnerinnen aber nicht über drei Sätze abfangen.
Für Siniakova und Townsend ist der Titel Teil einer außergewöhnlich konstanten Saison. Gemeinsam gewannen sie bereits in Indian Wells, Miami, Madrid und bei den French Open. In New York ergänzten sie nun den einzigen Major, der ihnen als Team noch gefehlt hatte. Ihre Partnerschaft hat damit alle vier Grand-Slam-Turniere gewonnen.
Siniakova erweitert eine historische Bilanz
Siniakova kommt inzwischen auf 39 Doppeltitel. Mit Barbora Krejčíková gewann sie bereits den Karriere-Grand-Slam und olympisches Gold, mit Coco Gauff triumphierte sie bei den French Open. Auch 2026 sammelte sie außerhalb der Partnerschaft mit Townsend Titel, darunter mit Zhang Shuai in Adelaide und Toronto.
Townsend hatte in New York zusätzlich im Einzel überzeugt. Sie erreichte das Achtelfinale und verlor dort gegen Aryna Sabalenka. Der Doppeltitel belohnte damit eine Turnierwoche, in der sie in beiden Konkurrenzen lange im Wettbewerb blieb.
Diese Doppelbelastung macht den klaren Schlussspurt im Finale zusätzlich bemerkenswert. Die Kraftreserven reichten trotzdem bis zum letzten Aufschlagspiel.
Das Finale bestätigte nicht nur die Setzliste, sondern die Anpassungsfähigkeit der Siegerinnen. Nach einem verlorenen ersten Satz gaben Siniakova und Townsend in den nächsten beiden Durchgängen nur zwei Spiele ab. Der gemeinsame Karriere-Grand-Slam ist deshalb mehr als eine Sammlung von vier Trophäen: Er belegt, dass ihre Spielaufteilung auf allen Belägen und unter wechselndem Finaldruck funktioniert.
