Die Singapore Open beginnen am 21. September mit einem deutlich stärkeren Profil als bei ihrer Premiere. Das Turnier im Kallang Tennis Hub ist vom WTA-250- zum WTA-500-Status aufgestiegen, wurde vom Januar in den September verschoben und eröffnet nun den asiatischen Abschnitt der Tour.
Jessica Pegula geht als Weltranglistendritte und voraussichtliche Nummer eins in das 28er-Feld. Mirra Andreeva, Nummer fünf der Welt, besetzt die zweite Spitzenposition. Dahinter folgen Amanda Anisimova, Alexandra Eala, Elise Mertens, Ekaterina Alexandrova, Maja Chwalinska und Sara Bejlek in der Reihenfolge ihrer aktuellen Ranglistenplätze.
Ein kleines Feld macht die Setzung wertvoll
20 Spielerinnen erhalten über die Weltrangliste einen direkten Platz. Vier Wildcards sind noch offen, vier weitere Teilnehmerinnen kommen aus der Qualifikation. Die besten acht Spielerinnen werden gesetzt, die ersten vier erhalten ein Freilos für die Auftaktrunde.
Diese Struktur erhöht den Wert einer Top-vier-Position. Pegula, Andreeva, Anisimova und Eala sparen voraussichtlich eine Runde und benötigen dadurch einen Sieg weniger für die entscheidende Turnierphase. Für die übrigen Gesetzten beginnt die Belastung früher, obwohl das Feld insgesamt kompakt bleibt.
Die Auslosung dürfte am Freitag, dem 18. September, stattfinden, weil WTA-Auslosungen gewöhnlich drei Tage vor Beginn der ersten Runde angesetzt werden. Erst dann steht fest, welche Spielerinnen von den offenen Wildcards und den Qualifikationsplätzen profitieren.
Mehr Punkte verändern die Bedeutung
Der neue Status macht Singapur auch für die Rangliste erheblich interessanter. Die Siegerin erhält 500 Punkte, die Finalistin 325. Für das Halbfinale gibt es 195, für das Viertelfinale 108 und für die zweite Runde 60 Punkte. Eine Erstrundenniederlage bringt lediglich einen Zähler.
Der Kategoriesprung verändert damit Risiko und Belohnung für jede einzelne Runde des Turniers im dichten Herbst.
Titelverteidigerin Mertens kehrt an den Ort ihres Erfolgs zurück. Sie gewann die erste Ausgabe 2025 im Finale gegen Ann Li, damals noch auf WTA-250-Niveau. Die Wiederholung ist nun schwieriger, weil fünf Top-20-Spielerinnen gemeldet sind und die Aufwertung stärkere Konkurrenz angezogen hat.
Pegula trägt als bestplatzierte Teilnehmerin die größte Erwartung. Eala erhält zugleich eine wichtige Chance, ihre Position als Nummer 18 zu nutzen. Das Turnier verbindet damit zwei Aufgaben: Die Favoritinnen können im Herbst wertvolle Punkte sammeln, während Singapur beweisen muss, dass der neue Platz im Kalender und die höhere Kategorie dauerhaft ein starkes Feld hervorbringen.
