Das Teilnehmerinnenfeld der Singapore Open hat kurz vor Turnierbeginn eine weitere Absage erhalten. Sara Bejlek zog nach ihrem Viertelfinal-Aus in Guadalajara zurück und wurde durch Tatiana Prozorova ersetzt. Sie ist bereits die siebte ursprünglich gemeldete Spielerin, die nicht antritt; hinzu kommt Jessica Pegula, die auf einen Platz in der Qualifikation verzichtet.
Pegula begründete ihren Rückzug mit „langen und körperlich anspruchsvollen Wochen“. Das WTA-500-Turnier beginnt am 21. September und wurde nach seiner Austragung als WTA-250-Veranstaltung zu Jahresbeginn sowohl im Status als auch im Kalender deutlich aufgewertet.
Bejleks Absage nimmt dem Feld eine Aufsteigerin
Die 20-jährige Tschechin zählt zu den auffälligsten jungen Spielerinnen der Saison. Sie gewann im Februar den WTA-500-Titel in Abu Dhabi und erreichte später das Halbfinale in Cincinnati. Auf ihrem Weg nach oben gelangen ihr Siege gegen Aryna Sabalenka, Barbora Krejcikova und Madison Keys.
Bejlek verbesserte sich 2026 von Rang 76 auf Platz 28 der Weltrangliste. Unter den Spielerinnen unter 21 Jahren stehen nur Mirra Andreeva, Iva Jovic und Victoria Mboko höher. Ihre Absage ist deshalb sportlich bedeutsamer, als es die reine Setzlistenposition vermuten lässt. Ein konkreter Verletzungsgrund wurde nicht genannt, doch die zeitliche Nähe zum Turnier in Guadalajara spricht für eine bewusste Belastungssteuerung.
Die Liste der Ausfälle ist lang. Neben Pegula und Bejlek fehlen Diana Shnaider, Sorana Cirstea, Anastasia Potapova, Ekaterina Alexandrova, Ann Li und Clara Tauson. Mehrere Nachrückerinnen erhalten dadurch eine deutlich bessere Ausgangslage.
Andreeva erhält eine größere Favoritenrolle
Mirra Andreeva führt das Feld an. Amanda Anisimova, Alexandra Eala und Maja Chwalinska gehören ebenfalls zu den gesetzten Spielerinnen, Leylah Fernandez erhielt eine Wildcard, und Elise Mertens reist als Titelverteidigerin an. Durch Bejleks Rückzug wird der Weg für die verbliebenen Favoritinnen rechnerisch offener.
Der neue WTA-500-Status macht die Absagen besonders sichtbar. Mehr Weltranglistenpunkte und ein höheres Preisgeld sollen ein tieferes Feld anziehen, doch der späte Saisonzeitpunkt bringt Spielerinnen nach langen Reisen und intensiven Turnierwochen an Belastungsgrenzen.
Für Singapur bleibt dennoch genügend Qualität. Andreeva bekommt die Chance, ihre Position als Topfavoritin zu bestätigen, während Eala und Fernandez ein Feld nutzen können, in dem mehrere gefährliche Gegnerinnen fehlen. Die Absagen schwächen die ursprüngliche Besetzung, erhöhen aber zugleich die Bedeutung jeder Spielerin, die fit und mit klarer Turnierplanung antritt.
Das steigert zugleich den Wert eines gelungenen Auftakts.
