Iga Swiatek jagt die WTA Finals ohne Panik vor einem möglichen Scheitern

by Faruk Imamovic
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Iga Swiatek jagt die WTA Finals ohne Panik vor einem möglichen Scheitern
© mckinnon88877/X/Fair Use

Iga Swiatek steht vor den letzten Wochen der Saison unter erheblichem Ergebnisdruck. Die 25-Jährige belegt in der Weltrangliste nur noch Rang neun und liegt im Rennen um die WTA Finals auf Platz zehn. Fast 700 Punkte trennen sie von Linda Noskova auf dem achten und derzeit letzten Qualifikationsplatz.

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Trainer Francisco Roig betrachtet die Teilnahme dennoch nicht als Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg. Nach einem enttäuschenden Grand-Slam-Jahr soll Swiatek ihre Entwicklung fortsetzen, ohne jede Partie ausschließlich durch die Qualifikationsrechnung zu bewerten. Die kommenden Turniere in Peking und Wuhan werden trotzdem entscheidend dafür sein, ob sie das Saisonfinale noch erreicht.

Das Ziel bleibt wichtig, aber nicht absolut

„Es ist definitiv noch ein weiter Weg, doch ja, es ist unser Ziel. Sollten wir es nicht schaffen, wäre es allerdings nicht das Ende der Welt. Wir hätten etwas mehr Zeit, uns bestmöglich auf die nächste Saison vorzubereiten“, erklärte Roig.

Diese Haltung nimmt Druck aus einer ungewöhnlichen Lage. Swiatek hat seit 2021 keine schwächere Saison gespielt. Bei den US Open schied sie im Achtelfinale gegen Zheng Qinwen aus, obwohl sie im entscheidenden Satz bereits mit 5:0 geführt hatte. Solche Niederlagen verstärken den Eindruck, dass nicht nur einzelne Schläge, sondern auch die Stabilität über eine komplette Partie fehlt.

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Roig arbeitet seit April mit ihr zusammen. Der gemeinsame Titel beim Canadian Open zeigte, dass die Zusammenarbeit bereits Ergebnisse hervorbringen kann. Bei drei Grand-Slam-Turnieren unter seiner Leitung kam Swiatek jedoch nie über das Achtelfinale hinaus.

Weniger Zwang soll bessere Entscheidungen bringen

Der Trainer sieht eine Tendenz, Punkte zu stark erzwingen zu wollen. Für eine Spielerin, deren dominante Jahre von früher Ballkontrolle und klaren Mustern geprägt waren, können zusätzliche Fehler schnell eine negative Dynamik erzeugen. Die Aufgabe besteht deshalb darin, Aggressivität nicht zu reduzieren, sondern besser zu dosieren.

Peking und Wuhan liefern dafür zwei hochwertige Tests. Tiefere Läufe würden zugleich Weltranglistenpunkte, Selbstvertrauen und die Chance auf die WTA Finals bringen. Ein Scheitern an der Qualifikation hätte sportliches Gewicht, wäre nach Roigs Einschätzung aber auch zusätzliche Vorbereitungszeit.

Swiateks Situation verlangt damit eine doppelte Perspektive. Kurzfristig zählt jeder Sieg im engen Rennen um Platz acht. Langfristig ist wichtiger, ob sie wieder jene Balance findet, mit der sie Ballwechsel kontrolliert, ohne den schnellen Abschluss zu erzwingen. Das Ergebnis der Qualifikation wird sichtbar sein; die Qualität dieser Anpassung entscheidet darüber, wie nachhaltig ihr Weg zurück an die Spitze gelingt.

Iga Swiatek
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