Iva Jovic hat ihren Titel beim WTA-Turnier in Guadalajara erfolgreich verteidigt und mit dem nächsten Karriereschritt verbunden. Die US-Amerikanerin setzte sich im Finale in zwei Sätzen gegen Peyton Stearns durch, sammelte 451 Weltranglistenpunkte und wird auf einem neuen Karrierehoch von Platz 13 geführt. Damit festigt die 18-Jährige ihren Aufstieg aus der Gruppe der Talente in die erweiterte Weltspitze.
Vier Siege bestätigen die Favoritenrolle
Jovic war in Mexiko an Position zwei gesetzt. Auf dem Weg ins Endspiel besiegte sie Cristina Bucsa, Zeynep Sönmez und Magdalena Frech, ehe sie gegen Stearns erneut die Kontrolle behielt. Die Titelverteidigung ist besonders aussagekräftig, weil sie diesmal nicht als überraschende Außenseiterin antrat. Sie musste Erwartungen tragen und bewies dennoch über die gesamte Woche Stabilität.
Der Erfolg bringt Jovic neben den Ranglistenpunkten ein Preisgeld von 185.000 US-Dollar. Ihre Einnahmen in der Saison 2026 steigen damit auf 2.389.288 Dollar. Wichtiger als die Summe ist die sportliche Wirkung: Platz 13 verbessert ihre Setzposition bei kommenden Turnieren und verringert die Wahrscheinlichkeit, schon früh auf die absoluten Topspielerinnen zu treffen.
Publikum wird zum Standortvorteil
Nach dem Finale hob Jovic die Verbindung zu Guadalajara hervor. „Oh mein Gott, Leute. Was soll ich sagen? Es ist großartig, wieder hier im Finale zu stehen, mit dieser wunderschönen Trophäe und diesem Sombrero. Danke, dass ihr trotz dieses Regens geblieben seid“, sagte sie bei der Siegerehrung.
Die Atmosphäre spielte für sie erneut eine zentrale Rolle. „Wir erleben hier gerade einen schönen kleinen Moment. Ehrlich gesagt liebe ich es hier. Ihr habt mir so viel Energie gegeben. Das Publikum ist das, was ich an diesem Ort am meisten liebe“, erklärte Jovic.
Diese Vertrautheit kann bei einer Titelverteidigung helfen, ersetzt jedoch keine spielerische Entwicklung. Jovic musste mit Gegnerinnen umgehen, die ihre Muster inzwischen besser kennen. Der erneute Turniersieg zeigt, dass ihr Spiel bereits anpassungsfähig genug ist, um trotz größerer Aufmerksamkeit erfolgreich zu bleiben.
In Peking steigt der Schwierigkeitsgrad
Als Nächstes steht für Jovic das China Open an. Dort ist das Feld stärker besetzt und die Belastung über mehrere Runden höher. Guadalajara hat ihr dafür Selbstvertrauen und eine bessere Ranglistenposition geliefert. In Peking wird sich zeigen, ob sie ihre Dominanz bei einem vertrauten Turnier auch gegen die breitere Weltelite übertragen kann. Der Sprung auf Rang 13 macht sie jedenfalls nicht mehr nur zur Zukunftshoffnung, sondern zu einer Spielerin, an der sich die Konkurrenz schon jetzt orientieren muss.
