Tatiana Prozorova stoppt Alex Eala nach mehr als drei Stunden

by Faruk Imamovic
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Tatiana Prozorova stoppt Alex Eala nach mehr als drei Stunden
© SK__Tennis/X/Fair Use

Alex Eala ist beim WTA-500-Turnier in Singapur überraschend an Tatiana Prozorova gescheitert. Die Weltranglisten-18. verlor ihr Auftaktmatch gegen die Nummer 180 nach 3:09 Stunden mit 6:4, 5:7, 3:6. Durch ihr Freilos in der ersten Runde erhält Alex lediglich einen Ranglistenpunkt und 13.005 US-Dollar Preisgeld.

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Ein Match kippt trotz guter Ausgangslage

Alex wirkte in ihrem ersten Einsatz seit der Drittrundenniederlage bei den US Open zunächst rostig. Prozorova ging mit 3:1 in Führung, ehe die 21-jährige Filipina ihren Rhythmus fand und den fast einstündigen ersten Satz noch gewann. Auch im zweiten Durchgang lag Alex früh mit einem Break vorne.

Die große Gelegenheit blieb ungenutzt. Eala hatte die Chance auf ein zweites Break, verlor später ihren eigenen Vorsprung und musste den Satz mit 5:7 abgeben. Im Entscheidungsdurchgang verteidigte Prozorova mehrere Breakbälle und verwandelte ihre wachsende Sicherheit in den größten Ranglistenerfolg ihrer bisherigen Saison.

Die 22-jährige Russin brach nach dem Match in Tränen aus. Für sie folgt im Viertelfinale das Duell mit Xin Wang. Eala muss dagegen früher als erwartet die nächste Etappe planen.

Der Heimvorteil der anderen Art

Das voll besetzte Centre Court unterstützte Alex deutlich. Ihre Popularität in Südostasien machte das Auswärtsturnier beinahe zu einem Heimspiel, erhöhte jedoch auch die Erwartungen. Als Prozorova frei aufspielte und Eala ungewöhnlich viele Fehler produzierte, konnte selbst die Stimmung das Match nicht mehr drehen.

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Die Niederlage ist vor allem wegen des Ranglistenabstands schmerzhaft. Alex hatte in Washington ihren ersten großen Tourtitel gewonnen und in Wimbledon das Achtelfinale erreicht. Solche Erfolge verändern die Rolle: Sie geht nun häufiger als klare Favoritin auf den Platz und muss lernen, Begegnungen zu kontrollieren, in denen die Gegnerin ohne Ergebnisdruck agiert.

Die Asian Games rücken sofort in den Mittelpunkt

Eala bleibt trotz des geringen Punktezuwachses auf Rang 18. Finanziell erhält sie den Betrag, der in Singapur für ein Ausscheiden in der ersten Runde vorgesehen ist; ein Sieg hätte 18.045 Dollar und 60 Punkte gebracht.

Wichtiger als diese Differenz ist die kurze Reaktionszeit vor den Asian Games. Eala wollte Singapur als Wettkampfpraxis nutzen. Stattdessen nimmt sie eine lange, körperlich fordernde Niederlage mit. Der Rückschlag muss ihre Saison nicht entwerten, zeigt aber, dass der nächste Entwicklungsschritt weniger mit spektakulären Siegen als mit verlässlicher Arbeit gegen deutlich niedriger platzierte Gegnerinnen zu tun hat.

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