Leylah Fernandez hat beim Singapore Open ihren sechsten WTA-Einzeltitel gewonnen. Die Kanadierin setzte sich im Finale mit 7:5, 6:0 gegen Talia Gibson durch und feierte damit ihren ersten Turniersieg seit dem Japan Women’s Open im vergangenen Oktober.
Der erste Satz war deutlich umkämpfter, als es das Endergebnis vermuten lässt. Fernandez und Gibson gaben ihre Aufschlagspiele in der Mitte des Satzes insgesamt viermal ab. Den entscheidenden Unterschied machte schließlich ein fünftes Break im elften Spiel. Im zweiten Durchgang ließ Fernandez ihrer Gegnerin kein Spiel mehr.
Der Titel war auch deshalb bemerkenswert, weil Fernandez auf dem Weg ins Finale zwei gesetzte Gegnerinnen ausschaltete. Im Viertelfinale bezwang sie die topgesetzte Mirra Andreeva, anschließend setzte sie sich gegen die Nummer fünf des Turniers, Maja Chwalinska, durch.
Beide Finalistinnen gewinnen im Ranking
Für Fernandez bringt der Erfolg nicht nur den Titel, sondern auch einen deutlichen Sprung in der Weltrangliste. Sie war als Nummer 31 nach Singapur gekommen und verbessert sich in der Live-Wertung auf Platz 26. Für den WTA-500-Sieg werden grundsätzlich 500 Punkte vergeben, aufgrund des 52-Wochen-Systems und des Wegfalls von 60 Vorjahrespunkten erhöht sich ihr Konto jedoch netto um 440 Punkte.
Noch größer fällt der Sprung bei Gibson aus. Die 22-Jährige erhält nach Abzug ihrer Vorjahrespunkte 304 zusätzliche Zähler und soll von Platz 63 auf Rang 37 steigen. Damit erreicht sie ein neues Karrierehoch.
Gleichzeitig übernimmt Gibson die Position als australische Nummer eins. Kimberly Birrell, die beim Korea Open ihren ersten WTA-Titel gewann, fällt innerhalb der nationalen Rangfolge auf Platz zwei zurück.
Gibson verliert das Finale, gewinnt aber an Position
Für Gibson blieb der erste WTA-Titel zwar aus, doch ihr Lauf in Singapur verändert ihre Ausgangslage deutlich. Im Viertelfinale hatte sie die siebtgesetzte Maria Sakkari besiegt, im Halbfinale profitierte sie von einem Walkover gegen Tatiana Prozorova.
Fernandez wiederum reist mit einem Titel und als gesetzte Spielerin weiter nach Peking. Beim dortigen WTA-1000-Turnier erhält sie ein Freilos für die erste Runde. Auch Gibson steht im Teilnehmerfeld.
Das Finale hatte damit zwei klare Gewinnerinnen für die Rangliste: Fernandez bestätigte ihren Weg zurück in Richtung Top 30 mit einem Titel, während Gibson trotz der Niederlage den größten Sprung machte und erstmals Australiens bestplatzierte Spielerin wurde.
