Talia Gibson, Kimberly Birrell und Maya Joint haben Australien innerhalb einer Woche neue Breite in der WTA-Rangliste gegeben. Ihre Ergebnisse in Singapur und Seoul führten zu deutlichen Sprüngen, während sich an der Spitze nach der Pause vieler Topspielerinnen nichts veränderte.
Gibson erreichte in Singapur das Finale und verlor dort gegen Leylah Fernandez. Dennoch gewann die 22-Jährige 26 Plätze, stellte mit Rang 37 eine persönliche Bestmarke auf und übernahm die Position als australische Nummer eins. Der Finaleinzug bringt damit auch national eine neue Hierarchie.
Birrell verbindet den ersten Titel mit den Top 50
Kimberly Birrell gewann in Seoul ihren ersten WTA-Titel. Die 28-Jährige kletterte dadurch auf Rang 41 und steht erstmals unter den besten 50. Ihr Fortschritt ist das Ergebnis eines langen Weges: Seit 2013 spielt sie auf der Tour, die Top 100 erreichte sie erstmals 2023. In dieser Saison hatte sie bei den French Open bereits Jessica Pegula besiegt.
Maya Joint komplettierte das australische Bild mit dem Finale in Seoul. Die 20-Jährige hatte nach ihrem Durchbruch im Vorjahr zunächst eine schwierige Saison erlebt, sorgte in Wimbledon jedoch mit einem Sieg gegen Serena Williams für Aufmerksamkeit. Nun verbesserte sie sich wieder auf Position 75.
Hinter der Spitze entstehen neue nationale Abstände
Elena Rybakina führt die Weltrangliste weiterhin vor Aryna Sabalenka und Jessica Pegula an. Die führenden Spielerinnen pausierten nach den US Open, weshalb die Veränderungen vor allem in den nachfolgenden Bereichen sichtbar wurden.
Maja Chwalinska rückte nach ihrem Halbfinale in Singapur um vier Plätze auf Rang 21 vor. Turniersiegerin Fernandez verbesserte sich nach zuletzt schwächeren Wochen auf Position 26.
Aus deutscher Sicht bleibt Tamara Korpatsch als Nummer 53 die bestplatzierte Spielerin vor Tatjana Maria auf Rang 84. Eva Lys fiel auf Platz 102 und verließ damit die Top 100. In Österreich liegt Lilli Tagger auf Rang 61 vor Sinja Kraus auf Position 97.
Julia Grabher kehrte dagegen in die Top 100 zurück. Ihr Titel in Tolentino brachte zwölf Plätze und Rang 99. Diese Schwelle ist sportlich und organisatorisch wichtig, weil sie den Zugang zu Hauptfeldern und Qualifikationen größerer Turniere erleichtern kann.
Australiens Woche liefert noch keine neue Spielerin für die absolute Spitze. Drei gleichzeitige Sprünge schaffen jedoch Konkurrenz und Auswahl. Nach Jahren, in denen Ash Barty und Samantha Stosur die Wahrnehmung prägten, verteilt sich die Verantwortung nun sichtbar auf mehrere Karrieren.
