Amanda Anisimova wird 2026 kein weiteres Match bestreiten. Die 25-Jährige hat sich erneut am Handgelenk verletzt und ihre Saison vorzeitig beendet. Bereits vor wenigen Tagen sagte sie wegen Beschwerden am linken Handgelenk für das WTA-1000-Turnier in Peking ab, das vom 30. September bis 11. Oktober stattfindet.
Die Absage wiegt sportlich besonders schwer, weil Anisimova in Peking ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigt hätte. Ohne diese Möglichkeit wird die aktuelle Nummer elf der Welt aus den Top 15 fallen. „Ich habe mir wieder eine Handgelenksverletzung zugezogen, um die ich mich kümmern muss“, schrieb die US-Amerikanerin bei Instagram.
Der Zeitpunkt lässt ihr kaum eine neutrale Lösung. Ein Start hätte die Chance geboten, einen großen Punktestand zu verteidigen. Die Pause schützt dagegen das Gelenk, während der Ranglistenverlust sicher eintritt.
Der Ranglistenverlust ist eine direkte Folge
Das Saisonende nimmt Anisimova die Chance, den bevorstehenden Punkteverlust an anderer Stelle auszugleichen. Ihr Rückfall aus den Top 15 ist deshalb nicht nur eine Bewertung ihrer bisherigen Ergebnisse, sondern eng mit der fehlenden Titelverteidigung verbunden. Die Entscheidung priorisiert dennoch die Genesung vor einem kurzfristigen Versuch, Punkte zu retten.
Anisimova gewann 2026 keinen Titel. Ihr letztes Match bestritt sie bei den US Open, wo sie in der dritten Runde gegen die Österreicherin Anastasia Potapova verlor. Als zweifache Grand-Slam-Finalistin kennt sie große Bühnen, doch die aktuelle Saison endet ohne den Turniersieg, der ihre Position hätte stabilisieren können.
Peking hätte den Verlauf des Jahres noch einmal verändern können. Durch die Absage bleibt stattdessen die Verletzung der letzte und folgenreichste Einschnitt ihrer Saison.
Der Neustart ist auf 2027 verschoben
„Es ist Zeit, wieder gesund zu werden, einen Neuanfang zu machen und euch alle im Jahr 2027 wiederzusehen“, erklärte Anisimova. Die Formulierung setzt einen klaren Zeitraum und nimmt Spekulationen über eine späte Rückkehr in diesem Jahr den Raum. Sie will die Verletzung behandeln, bevor sie erneut in den Wettkampf geht.
Dieser Schritt ist angesichts eines wiederkehrenden Problems nachvollziehbar. Ein Start in Peking hätte hohe Ranglistenrelevanz gehabt, gleichzeitig aber die Belastung des linken Handgelenks erhöht. Anisimova akzeptiert nun den sicheren Punkteverlust, um ihre Vorbereitung nicht weiter an kurzfristigen Terminen auszurichten. Für 2027 entsteht dadurch eine doppelte Aufgabe: Zunächst muss das Handgelenk den Trainings- und Matchbetrieb wieder zulassen, anschließend gilt es, eine Saison ohne Titel und mit einem Rückfall in der Rangliste sportlich neu zu ordnen.
