Alexander Zverev hat sich in einem Interview mit dem "Tennis Magazin" zu einem möglichen Trainer-Engagement des sechsmaligen Grand-Slam-Siegers Boris Becker geäußert. Dabei lobte der Hamburger Tennisstar Beckers Fachwissen und stellte fest: „Ich liebe Boris und ich glaube auch, dass er vom Tennis fachlich ein unfassbares Wissen hat.“ Eine intensivere Zusammenarbeit scheint jedoch von einer offenen Frage abzuhängen.
„Ich weiß aber nicht, wie es mit dem Reisen bei ihm ist“, räumte Alexander ein. „Das ist das Einzige, was ein Fragezeichen bei ihm ist. Sobald er das gelöst und geklärt hat, kann man darüber reden.“ Diese Aussage spiegelt Zverevs Bedacht wider, keine voreiligen Entscheidungen zu treffen. Becker, der bereits in der Vergangenheit als möglicher Trainer des Olympiasiegers von 2021 gehandelt wurde, steht offenbar in regem Kontakt mit Zverev. „Wir haben mit ihm auch immer Kontakt und reden oft miteinander“, fügte der 27-Jährige hinzu.
Blick auf die Australian Open und die Trainerfrage
Bis zu den Australian Open in Melbourne, die vom 12. bis 26. Januar stattfinden, plant Alexander keine Änderungen in seinem Trainerteam. Sein Vater Alexander senior bleibt bis dahin wie gewohnt an seiner Seite, um ihn auf die kommende Saison vorzubereiten. Ein Wechsel in der Trainerkonstellation ist für Alexander jedoch nicht grundsätzlich ausgeschlossen. „Aber die richtige Person muss da sein. Ich werde jetzt nicht einfach irgendjemanden nehmen, nur weil ich oder andere es für richtig halten“, stellte er klar.
Alexander s Erfahrungen mit vergangenen Trainern sind gemischt. Weder mit Ivan Lendl noch mit Juan Carlos Ferrero, dem aktuellen Coach von Carlos Alcaraz, konnte der Hamburger langfristig zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit scheiterte jeweils nach wenigen Monaten. Eine Ausnahme bildet David Ferrer, mit dem Zverev zwischen Juli und Dezember 2020 trainierte. „Wirklich geholfen hat mir David Ferrer“, erklärte Zverev. Mit Ferrer habe er besonders gute Erinnerungen verbunden, während er bei anderen Trainern keinen durchschlagenden Erfolg sah.
