Nick Kyrgios hat erneut seine Konflikte mit Jannik Sinner öffentlich gemacht und peilt ein mit Spannung erwartetes Aufeinandertreffen bei den Australian Open nächsten Monat an. Seit Jannik im vergangenen März zwei Drogentests nicht bestanden hat, äußert sich Kyrgios kritisch und meint, der Weltranglistenerste sei nach einer Sperre nur mild bestraft worden.
Nachdem die International Tennis Integrity Agency Sinner Anfang letzter Woche entlastet hatte, twitterte Kyrgios: „Lächerlich – ob es versehentlich oder geplant war. Du wirst zweimal mit einer verbotenen (anabolen Steroiden) Substanz getestet… du solltest für 2 Jahre gesperrt werden. Deine Leistung wurde gesteigert. Massagecreme…. Ja, schön.“
Kyrgios betont sportliche Gründe
Während eines Auftritts im Nothing Major Podcast verstärkte Kyrgios seine Kritik und machte deutlich, dass seine Angriffe auf Sinner sowie seine Zweifel an der Weltranglistenführerin Iga Świątek rein sportlicher Natur seien. Er erklärte: „Ich habe keine Drogentests nicht bestanden. Es ist nichts Persönliches. Was hätte ich persönlich gegen Iga Świątek? Ich habe nichts Persönliches gegen Iga. Es sollte für alle ein faires Spielfeld geben.“
Kyrgios fügte hinzu: „Das regt mich auf, weil ich weiß, wenn ich Roger Federer und Novak Djokovic sehe, sind sie in meinen Augen Götter. Diese Jungs haben bereits einen Vorteil, weil sie einfach Götter sind. Wenn sie dann noch leistungssteigernde Drogen nehmen, macht mich das nur wütend. Denn ich weiß aus eigener Erfahrung, ich habe das nie gemacht. Ich werde es niemals tun.“
Er kritisierte zudem Sinners Versuch, nach seinem fehlgeschlagenen Drogentest Sympathie zu suchen: „Sobald du erwischt wirst, kannst du nicht mehr wie das Opfer agieren. Das ärgert mich noch mehr.“
Kyrgios ist damit nicht allein in seinen Gefühlen gegenüber dem Sinner-Fall. Sollte das Australian Open ein Duell mit dem Titelverteidiger Sinner bringen, wird die gesamte Sportwelt genau hinsehen.
