Novak Djokovic hat beim Monte Carlo Masters überraschend schwach gespielt und ist direkt in der ersten Runde gegen Alejandro Tabilo ausgeschieden. Der Serbe verlor klar in zwei Sätzen gegen den Weltranglisten-32. aus Chile. Seine eigene Einschätzung fiel hart aus: „Es war eigentlich eher der schlimmste Tag. Ich hatte gehofft, dass das nicht passiert, aber es war ziemlich wahrscheinlich, dass ich so spielen würde … einfach schrecklich.“
Der frühere Top-Ten-Spieler Arnaud Clément äußerte im französischen Fernsehen Zweifel an Djokovics Auftritt: „Der Schock ist eher die Art und Einstellung als das Ausscheiden selbst. Man hatte nicht das Gefühl, dass er gerne auf dem Platz stand. Hatte er überhaupt Lust? Hatte er ein Problem? Man weiß es nicht – aber etwas stimmte ganz sicher nicht.“
Djokovic hatte erst wenige Tage zuvor das Finale in Miami erreicht und sich danach direkt für das nächste Turnier auf Sand entschieden – ein ungewöhnlicher Schritt ohne Vorbereitung auf den Belagwechsel.
Zwischen Familie und Rekorden
Im vergangenen Jahr hatte Djokovic noch betont, dass ihm Zeit mit seiner Familie wichtiger sei als eine volle Turniersaison. Nun aber ist er in diesem Jahr häufiger unterwegs, nahm überraschend am Qatar Open teil und spielte zum ersten Mal seit 2019 wieder beim Miami Open.
Nach einem Monat in den USA kehrte er ohne große Pause zurück auf den Platz. Die Quittung: Ein blasser Auftritt ohne Spielfreude. Djokovic sagte dazu: „Ich hatte keine großen Erwartungen. Ich wusste, dass es schwierig wird. Aber so schlecht – das hatte ich nicht erwartet.“
Ob er in Madrid spielen wird, ist noch offen. Dort war er in den letzten Jahren oft nicht am Start. Sollte er jedoch teilnehmen, wäre das ein Zeichen dafür, dass er 2025 voll auf Tennis setzt – vielleicht in einem letzten Anlauf auf den 25. Grand-Slam-Titel.
