Carlos Alcaraz hat seine Teilnahme an den Madrid Open offiziell abgesagt. Der 21-jährige Spanier leidet nicht nur unter der Adduktorenverletzung, die ihn bereits im Finale von Barcelona beeinträchtigte, sondern auch an einem weiteren Problem im linken Bein – vermutlich ebenfalls ein Adduktorenproblem.
Carlos gewann das Turnier bereits zweimal und stand 2024 im Viertelfinale, wo er gegen den späteren Sieger Andrey Rublev verlor. Sein Ausfall hat direkte Auswirkungen auf die Weltrangliste: Mit 200 Punkten im Gepäck aus dem Vorjahr fällt Alcaraz nun auf 7.850 Punkte zurück, kann aber vorerst den dritten Platz halten. Taylor Fritz auf Rang vier kann ihn selbst mit einem Turniersieg in Madrid nicht einholen.
Zverev und Sinner profitieren von der Lücke
Der Deutsche Alexander Zverev, aktuell Weltranglistenzweiter, könnte mit einem starken Turnierlauf seinen Vorsprung auf Carlos weiter ausbauen. Vor dem Turnier trennten die beiden lediglich 35 Punkte. Zverev hat in Madrid nur 100 Punkte zu verteidigen – im Vergleich zu Alcaraz ein klarer Vorteil.
Sollte Zverev das Turnier gewinnen, würde er auf 8.985 Punkte steigen – das wären 1.135 Punkte mehr als Alcaraz. Allerdings stehen dem Deutschen anschließend 1.000 Punkte zur Verteidigung in Rom bevor, wo er 2024 den Titel geholt hatte.
Auch Jannik Sinner kann sich freuen. Der Weltranglistenerste muss keine Punkte in Rom verteidigen und bleibt selbst bei einem Viertelfinal-Aus in Madrid mit 9.730 Punkten klar vor seinen Verfolgern. Das Duell um die Spitze bleibt somit vorerst entschieden – Sinner wird auch nach Roland Garros die Nummer 1 der Welt bleiben.
„Es fühlt sich gut an, diese Konstanz zu haben“, sagte Sinner kürzlich. Der Italiener wird damit der fünfte Spieler in der ATP-Geschichte, der bei seinem ersten Anlauf über 52 Wochen an der Spitze bleibt.
