Jannik Sinner bleibt trotz seiner Niederlage im packenden Finale der French Open an der Spitze der Weltrangliste. Die dramatische Fünf-Satz-Partie gegen Carlos Alcaraz am Sonntag ging als eines der besten Matches der Tennisgeschichte in die Bücher ein. Dennoch bleibt Sinner, der drei Matchbälle ungenutzt ließ, auf Platz eins – und gewinnt an Anerkennung.
Im Gespräch mit Tennis365 lobte der ehemalige Weltklasse-Spieler Mats Wilander Sinners Spielweise: „Ich habe Spieler gesehen, die härter schlagen als Jannik, aber keinen, der es so früh nimmt und gleichzeitig so hart schlägt.“ Besonders beeindruckt zeigte sich Wilander von der Kombination aus Timing und Wucht: „Jannik steht direkt an der Grundlinie und gibt dem Gegner keine Zeit. Das ist außergewöhnlich.“
Alcaraz und Jannik als neue Gesichter des Herrentennis
Wilander, der während des Turniers als Analyst für TNT Sports arbeitete, sieht in Jannik und Alcaraz eine neue Ära heraufziehen – ohne gleich Vergleiche mit den Giganten Federer, Nadal und Djokovic zu bemühen. „Vielleicht machen sie mehr Fehler, aber das Spiel ist schneller geworden. Es ist schwer, die Generationen zu vergleichen“, sagte er.
Auch der mentale Aspekt sei entscheidend: „Man muss Nadals Kampfgeist und Djokovics Fähigkeit, ein Spiel zu durchschauen, berücksichtigen. Deshalb finde ich es spannend, dass Novak noch aktiv ist und sich mit den beiden misst.“
Der Blick richtet sich nun auf Wimbledon, das Ende Juni beginnt. Sinner möchte seinen ersten Titel auf dem Rasen holen und tritt kommende Woche beim Vorbereitungsturnier im deutschen Halle an. Alcaraz hingegen reist zum prestigeträchtigen ATP-500-Turnier im Londoner Queen’s Club, wo er 2023 bereits triumphierte.
Trotz der Niederlage in Paris bleibt Sinner eine zentrale Figur im Herren-Tennis – und der Zweikampf mit Alcaraz verspricht weitere Klassiker.
