Boris Becker kritisiert Sinners Auftritt im US-Open-Finale

by Faruk Imamovic
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Boris Becker kritisiert Sinners Auftritt im US-Open-Finale
© welt/X/Fair Use

Tennis-Ikone Boris Becker hat nach dem verlorenen US-Open-Finale von Jannik Sinner deutliche Worte gefunden. Der Italiener unterlag Carlos Alcaraz mit 2:6, 6:3, 1:6, 4:6 und musste damit nicht nur seinen Titel in New York abgeben, sondern auch die Spitzenposition in der Weltrangliste an den Spanier.

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Es war bereits die siebte Niederlage in den letzten acht Duellen gegen Alcaraz seit Anfang 2024. Insgesamt führt der Spanier nun mit 10:5 im direkten Vergleich. Während Sinner in diesem Zeitraum nur wenige Matches gegen andere Spieler verlor, zeigte Alcaraz seine Überlegenheit immer wieder, zuletzt mit einer dominanten Vorstellung auf Hartplatz.

Alcaraz feierte damit seinen zweiten Triumph bei den US Open und den insgesamt sechsten Grand-Slam-Titel – und zog in dieser Bilanz mit Becker gleich.

Becker: „Sinner ist berechenbar geworden“

Becker analysierte im Podcast Becker Petkovic die Partie und sparte nicht mit Kritik: „Von der ersten Minute bis zur letzten war Alcaraz klar besser. Im Finale war er eindeutig der Chef. Er hat Tennis von einem anderen Planeten gespielt und das Turnier verdient gewonnen.“

Besonders im Aufschlagspiel sah Becker den entscheidenden Unterschied: „Der große Unterschied war beim Service. Sinner war klar schwächer, und das ist unverzeihlich. Wenn er eine echte Schwäche hat, dann ist es diese.“

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Sinner selbst hatte nach dem Match eingeräumt, zu vorhersehbar agiert zu haben. Becker stimmte dieser Einschätzung zu: „Ich war ein bisschen enttäuscht. Ich habe mehr erwartet. Sinner ist zum ersten Mal mit seinem Spiel stehen geblieben. Er ist jetzt berechenbar. Und das Schlimme ist nicht, dass ich das so sehe, sondern dass Alcaraz es so sieht.“

Der Deutsche lobte zugleich die Entwicklung des Spaniers: „Alcaraz hat mehr Variationen, er wechselt das Tempo, er spielt Serve-and-Volley, er nutzt den Rückhand-Slice. Er hat Schritte nach vorne gemacht, während Sinner gleichgeblieben ist.“

Blick auf Shanghai

Für Becker stand im Finale nie in Frage, wer den Sieg davontragen würde: „Es gab für mich zu keinem Zeitpunkt, auch nicht nach dem zweiten Satz, die Diskussion, wer das Match gewinnt.“

Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Shanghai Masters im kommenden Monat. Dort werden sowohl Alcaraz als auch Sinner antreten. Der Italiener will den Titel verteidigen, den er 2024 gewonnen hatte. Ob es ihm gelingt, den Spieß gegen seinen Dauerrivalen umzudrehen, bleibt die zentrale Frage der nächsten Wochen.

Boris Becker Jannik Sinner
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