Stan Wawrinka und Gaël Monfils stehen 2026 vor ihrem Abschied von der ATP-Tour. Zwei der bekanntesten Spieler ihrer Generation gehen damit in ihre letzte Saison, und schon jetzt wird deutlich, welchen Platz sie im Tennis hinterlassen werden. Beide haben auf sehr unterschiedliche Weise Spuren hinterlassen, doch etwas verbindet sie besonders: ihre langjährige Präsenz auf der Tour, ihre enge Beziehung zueinander und die Wertschätzung, die sie von Fans und Kollegen erhalten.
Vor seinem letzten Auftritt in Monte Carlo sprach Wawrinka auch über Monfils und machte deutlich, wie eng die Verbindung zwischen den beiden ist. Über viele Jahre gehörten sie zu den prägenden Figuren auf der Tour, obwohl sie in ihrer Karriere nur siebenmal gegeneinander gespielt haben.
Wawrinka würdigt die Freundschaft mit Monfils
Wawrinka beschrieb Monfils in Monte Carlo als einen seiner engsten Weggefährten im Profitennis. „Er ist einer meiner besten Freunde auf der Tour“, sagte der Schweizer. „Wir haben so oft zusammen trainiert, nicht nur bei Turnieren, sondern manchmal auch in der Schweiz.“
Dabei hob er nicht nur die sportliche, sondern auch die persönliche Seite hervor. „Wir hatten zusammen immer unglaublich viel Spaß. Es war großartig, dass wir hier beide eine Wildcard bekommen haben und die Chance hatten, noch ein letztes Training auf dem Centre Court zu haben. Wir haben es sehr genossen“, erklärte Wawrinka.
Wawrinkas letzte Tour mit großer Karriere im Rücken
Bereits im Dezember des vergangenen Jahres hatte Wawrinka angekündigt, dass 2026 sein letztes Jahr als Profi sein werde. In seiner Botschaft formulierte er den Abschied sehr bewusst. „Jedes Buch braucht ein Ende“, schrieb er. „Es ist Zeit, das letzte Kapitel meiner Karriere als professioneller Tennisspieler zu schreiben.“ Zugleich machte er klar, dass er sich nicht einfach nur verabschieden will. „Ich will meine Grenzen noch einmal verschieben und diese Reise auf die bestmögliche Weise beenden.“
Wawrinka gewann in seiner Karriere 16 ATP-Titel, darunter drei Grand-Slam-Turniere. Besonders stark war seine Phase Mitte der 2010er Jahre mit Triumphen bei den Australian Open 2014, den French Open 2015 und den US Open 2016. Hinzu kamen olympisches Gold im Doppel mit Roger Federer 2008 und der Davis-Cup-Sieg mit der Schweiz 2014.
Monfils verabschiedet sich ohne Reue
Auch Monfils hatte im vergangenen Jahr angekündigt, dass 2026 seine letzte Saison sein werde. Der Franzose, einst Nummer sechs der Welt, gewann 13 ATP-Titel und begeisterte über viele Jahre mit seiner Athletik und seinem besonderen Stil.
Seinen Abschied betrachtet er ohne Bitterkeit. „Das Leben ist zu kurz. Glaubt mir, wenn ich sage, dass ich keine Reue habe“, sagte Monfils. „Was ich habe, ist das Gefühl, dass ich Glück gehabt habe: unfassbar, geradezu verrückt viel Glück.“
