Andy Roddick ist zuversichtlich, dass die Durststrecke der US-amerikanischen Männer beim US Open in diesem Jahr endlich enden könnte. Die frühere Nummer eins der Welt sieht mehrere einheimische Spieler, die in New York den ganz großen Coup landen können.
2003 wurde der damals 21-jährige Roddick zum Grand-Slam-Champion. Im Finale von Flushing Meadows setzte er sich gegen Juan Carlos Ferrero durch.
Seitdem hat kein US-amerikanischer Spieler mehr den Einzel-Titel bei den US Open gewonnen.
Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass intensiv darüber gesprochen wird, warum die USA bei ihrem Heim-Grand-Slam seit so langer Zeit auf einen Männer-Champion warten. Besonders in dieser Phase des Jahres nehmen die Diskussionen traditionell an Fahrt auf. Auch vor dem diesjährigen Turnier fragen sich die Fans – allen voran die US-Amerikaner –, ob ein Lokalmatador die mittlerweile 23 Jahre währende Durststrecke beenden kann.
Roddick: „Wir sind es leid, ständig davon zu hören, dass es seit 2003 keinen männlichen Champion gibt … Aber in diesem Jahr besteht eine Chance“
In der vergangenen Woche sagte die Nummer eins der Welt, Jannik Sinner, seine Teilnahme an den US Open wegen einer Knieverletzung ab.
“I know we’re all sick of hearing about no men’s Grand Slam winners since you know, 2003. I think there’s a very real chance on the men’s side, and I know that conversation and that pressure mechanism is gonna get ratcheted up," sagte Roddick im Gespräch mit PEOPLE.
Roddick: „Wir haben mehrere Spieler, die weit kommen können“
Vor dem diesjährigen US Open stehen fünf US-Amerikaner in den Top 20 der Weltrangliste: Ben Shelton, Taylor Fritz, Frances Tiafoe, Learner Tien und Brandon Nakashima. Tommy Paul folgt auf Rang 21.
Shelton und Tiafoe gehen zudem in starker Form in das Turnier. Shelton gewann das Masters-Turnier in Montreal, während Tiafoe beim Masters in Cincinnati das Finale erreichte.
Roddick ist deshalb überzeugt, dass die USA über genügend Qualität verfügen, um die 23-jährige US-Open-Durststrecke in diesem Jahr zu beenden.
“It’s not just, like, one or two guys. We have six or seven really good players on the men’s side. We’re acting like the American women right now, where we have lots of options," ergänzte Roddick.
Am nächsten kam dem Ende der Durststrecke zuletzt Taylor Fritz. Der US-Amerikaner unterlag im Finale 2024 jedoch Jannik Sinner.
