Gabriela Sabatini erklärt, warum sie mit 26 ihre Karriere beendete

by Faruk Imamovic
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Gabriela Sabatini erklärt, warum sie mit 26 ihre Karriere beendete
© arg_beauty/X/Fair Use

Gabriela Sabatini war in den 1980er- und 1990er-Jahren eine der größten Rivalinnen von Steffi Graf. Mit nur 26 Jahren beendete sie 1996 überraschend ihre Karriere – eine Entscheidung, die viele Fans bis heute beschäftigt. In einem Interview mit der Bild-Zeitung sprach die Argentinierin nun über die wahren Gründe für ihren Rückzug aus dem Profitennis.

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„Ich hatte einfach keinen Spaß mehr“

Sabatini erklärte, dass sie den Spaß am Tennissport verloren habe:
„Ich habe das Spiel einfach nicht mehr genossen. Das begann schon einige Zeit vor dem Karriereende“, gestand sie. Um sicherzugehen, dass sie ihre Entscheidung später nicht bereuen würde, suchte sie sogar professionelle Hilfe. „Ich habe das mit meinem Psychologen besprochen. Letztlich war ich mir aber sicher, dass ich aufhören wollte. Ich war mental müde von den Zwängen und dem Druck des Profi-Tennis.“

Die ständige Disziplin, das Training, die Ernährung und das Leben fern der Heimat hätten sie ausgelaugt. „Ich musste mir erst mal selbst erklären, dass ich plötzlich tun konnte, was ich wollte. Und genau das war mein Wunsch: Zu leben wie ein normaler Mensch. Zum Beispiel mit meinen Freundinnen essen zu gehen, ohne auf die Uhr zu schauen.“

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Freude am Tennis zurückgewonnen

Nach dem Rückzug brauchte Sabatini Zeit, um ihre Leidenschaft für den Sport wiederzufinden. Heute spielt sie gelegentlich bei Legenden-Turnieren, etwa 2022 im Doppel mit Gisela Dulko bei den French Open. Diese Auftritte bereiten ihr wieder große Freude.

Besonders herzlich sprach sie über Steffi Graf, ihre langjährige Rivalin:
„Steffi war und ist für mich eine der Größten, wenn nicht sogar die Allergrößte! Ich bin ihr dankbar, denn sie hat mein bestes Tennis aus mir herausgekitzelt. Unsere Rivalität hat für unvergessliche Momente gesorgt.“

Auch menschlich verbindet die beiden heute eine Freundschaft. „Nachdem unsere Karrieren zu Ende waren, haben wir uns als Menschen besser kennenlernen können. Ich mag ihre Art unheimlich gerne. Sie ist sehr bodenständig und lebt für ihre Familie.“

Sabatini, die 1990 die US Open gewann und gemeinsam mit Graf 1988 in Wimbledon den Doppeltitel holte, blickt inzwischen mit Zufriedenheit und Gelassenheit auf ihre Karriere zurück.

Gabriela Sabatini
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