Martina Navratilova verrät, was sie an Carlos Alcaraz „crazy“ findet

by Sead Dedovic
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Martina Navratilova verrät, was sie an Carlos Alcaraz „crazy“ findet
© TheTennisLetter / X / Fair Use

Carlos Alcaraz ist nach einer langen Pause vom Tennisgeschehen eine der zentralen Figuren bei den diesjährigen US Open.

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Vor Beginn des prestigeträchtigen Turniers waren die Einschätzungen wichtiger Stimmen aus der Tenniswelt noch geteilt.

Es gab Zweifel, ob der Spanier nach einer derart langen Auszeit bereit sein würde und ob er bei einem Turnier dieser Größenordnung sein bestes Tennis zeigen könnte. Am Ende überraschte Carlos Alcaraz viele und bewies, dass er trotz der langen Pause weiterhin zu den dominierenden Spielern auf der ATP Tour gehört.

Bei den US Open erhält Alcaraz nun immer mehr Anerkennung. Auch Martina Navratilova zeigte sich überrascht davon, wie schnell der Spanier nach mehr als vier Monaten ohne Wettkampfpraxis zu einem sehr hohen Niveau zurückgefunden hat.

Der 23-Jährige zog in New York mit einem 6:4, 6:3, 6:4 gegen Tommy Paul im Arthur Ashe Stadium ins Viertelfinale ein. Für den Titelverteidiger war es ein weiteres starkes Ergebnis. In vier Partien bei diesem Grand-Slam-Turnier hat er bislang nur einen Satz abgegeben.

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Vor Beginn der US Open hatte es zahlreiche Fragen rund um Alcaraz gegeben – insbesondere mit Blick darauf, wie sein rechtes Handgelenk die lange Pause verkraften würde. Sein letztes Turnier vor New York hatte er im April bestritten. In New York trat er erstmals seit seiner Verletzung wieder im Einzel an.

Mit jeder Runde wurden die Zweifel kleiner. Zunächst besiegte Alcaraz Roman Safiullin, anschließend Jaime Faria und Wu Yibing, ehe er gegen Paul seine bislang beste Turnierleistung zeigte.

Navratilova verfolgte die jüngste Partie bei Sky Sports und glaubt, dass vor allem die Geschwindigkeit von Alcaraz’ Rückkehr heraussticht.

Navratilova: Alcaraz bereits wieder auf sehr hohem Niveau

Die 18-malige Grand-Slam-Siegerin im Einzel erklärte, es sei ungewöhnlich, dass ein Spieler mit derart vielen Möglichkeiten in seinem Spiel nach einer langen Pause so schnell seinen Rhythmus finde.

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“It is really crazy that he got this good this fast with his game. Usually when people have that many options, it takes them a while to find out how to play the game because there are too many options.

Not Carlos. He is just in another stratosphere.”

Alcaraz’ Vorhand war vor den diesjährigen US Open eine der größten Unbekannten, da er sich am rechten Handgelenk verletzt hatte. In den ersten Runden wirkte der Schlag phasenweise noch nicht vollkommen sauber. Gegen Paul kam Alcaraz jedoch deutlich näher an das Niveau heran, das die Fans von ihm gewohnt sind.

Auch Navratilova betonte, dass sie am Arm des Spaniers inzwischen kein Problem mehr erkennen könne.

“The arm is 100%. He is 100%. He is playing as if he never left. Apart from maybe the mixed doubles, he was rusty.

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But once he played here. That forehand he hit at the end of the match to break!”

Gegen Paul erspielte sich der Spanier 14 Breakbälle und nutzte vier davon. Seinen eigenen Aufschlag gab er nur einmal ab. Zudem setzte er den US-Amerikaner bei dessen Aufschlagspielen weiterhin unter Druck und versuchte, ihm möglichst wenig Zeit zu geben, um in längere Ballwechsel zu finden.

Paul galt als einer der schwierigeren möglichen Gegner für Alcaraz in der ersten Turnierwoche. Der US-Amerikaner hatte zwei der vorherigen Duelle gewonnen. Diesmal kontrollierte der ehemalige Weltranglistenerste jedoch über weite Strecken die Partie und machte nach zwei Stunden und 21 Minuten den Sieg perfekt.

Damit steht Alcaraz bei fünf seiner sechs Teilnahmen im Viertelfinale der US Open. Der Erfolg gegen Paul verlängerte zudem seine aktuelle Siegesserie bei Grand-Slam-Turnieren auf 18 Partien. Elf dieser Siege holte er in New York.

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Alcaraz trifft auf Ben Shelton

Der Titelverteidiger hatte im Verlauf des Turniers erklärt, dass er sich nach jedem Match besser fühle. Zudem zeigte er sich überrascht davon, wie gut sich sein Körper nach der langen Pause erhole. Seine vier Auftritte in New York haben die Erwartungen an ihn weiter steigen lassen.

Die nächste Herausforderung dürfte jedoch eine andere werden.

Im Viertelfinale trifft Alcaraz auf Ben Shelton. Der US-Amerikaner setzte sich gegen Stefanos Tsitsipas mit 6:2, 6:3, 6:4 durch. Shelton musste in dieser Partie keinen Breakball abwehren, schlug elf Asse und gewann 83 Prozent der Punkte nach dem ersten Aufschlag.

Der US-Amerikaner bezeichnete Alcaraz’ Niveau nach dessen beinahe fünfmonatiger Pause bereits als “superhuman” und erklärte, dass es außergewöhnliches Tennis brauchen werde, um ihn zu bezwingen. Bei ihrem Duell im Arthur Ashe Stadium kann Shelton außerdem auf die Unterstützung des Heimpublikums zählen.

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Alcaraz führt im direkten Vergleich mit Shelton 3:0. Das bislang jüngste Aufeinandertreffen fand 2025 bei den French Open statt. Damals setzte sich der Spanier in vier Sätzen durch und gewann anschließend auch den Titel.

Der siebenmalige Grand-Slam-Champion verfügt zudem über viel Erfahrung in den späteren Runden von New York. Als Titelverteidiger hat er nun insgesamt sein 15. Grand-Slam-Viertelfinale erreicht.

Martina Navratilova Carlos Alcaraz
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