Sky Sports wird die US Open in Großbritannien und Irland bis einschließlich 2030 exklusiv übertragen. Der Sender verlängerte seine Vereinbarung mit dem US-amerikanischen Tennisverband USTA; die Agentur IMG vermittelte den neuen Vertrag. Damit bleibt das letzte Grand-Slam-Turnier der Saison langfristig ein Kernbestandteil des Tennisangebots von Sky.
Die Rechte umfassen das gesamte dreiwöchige Programm in New York. Dazu gehören die Einzelkonkurrenzen der Frauen und Männer, Doppel, Mixed, Juniorenwettbewerbe und Rollstuhltennis. Zusätzlich darf Sky Ausschnitte und Höhepunkte über digitale Kanäle sowie soziale Netzwerke verbreiten. Die Verlängerung betrifft deshalb nicht nur die lineare Liveübertragung, sondern auch die kurzen Formate, über die viele Zuschauer Ergebnisse und Schlüsselszenen verfolgen.
Sky übernahm die britischen US-Open-Rechte, nachdem Amazon Prime Video sein Tennisangebot 2023 zurückgefahren hatte. Seitdem hat der Sender einen eigenen Tenniskanal aufgebaut. Zum Team gehören unter anderem die früheren Profis Tim Henman und Laura Robson als Experten, Gigi Salmon als Moderatorin sowie Jonathan Overend in der Kommentierung.
Eigener Kanal stärkt das Gesamtpaket
Die Vertragsdauer schafft Planungssicherheit. Sky kann Personal, Studiotechnik und redaktionelle Formate über mehrere Jahre entwickeln, ohne nach jeder Saison über die Fortsetzung verhandeln zu müssen. Zum aktuellen Produktionspaket gehören Datenanwendungen, Augmented-Reality-Elemente, Touchscreen-Analysen und Berichte hinter den Kulissen.
Für die USTA bietet die Vereinbarung ebenfalls einen Vorteil: Das Turnier bleibt in einem Markt mit großer Tennistradition auf einer etablierten Plattform präsent. Die digitale Nutzung von Höhepunkten kann zugleich Zuschauer erreichen, die nicht jede Partie vollständig sehen. Die Breite des Rechtepakets verhindert, dass Doppel, Junioren oder Rollstuhlkonkurrenzen vollständig hinter den großen Einzelmatches verschwinden.
Britische Geschichten bleiben wichtig
Sportlich verliefen die US Open 2026 aus britischer Sicht enttäuschend. Wegen der Verletzungen von Jack Draper und Emma Raducanu war bereits nach der zweiten Runde kein britischer Spieler mehr im Einzel vertreten. Genau solche Schwankungen zeigen, warum ein Sender seine Berichterstattung nicht ausschließlich an nationalen Erfolg knüpfen kann.
Sky setzt stattdessen auf die Bedeutung des gesamten Turniers und auf feste Experten, die internationale Rivalitäten erklären. Bis 2030 kann sich die Besetzung des britischen Tennis verändern, die Verfügbarkeit der US Open bleibt jedoch konstant. Der neue Vertrag verbindet damit kurzfristige Reichweite mit einer langfristigen Programmstrategie: Sky behält ein Premiumereignis, die USTA erhält kontinuierliche Sichtbarkeit, und das Publikum weiß frühzeitig, wo das Turnier in den kommenden vier Jahren zu sehen sein wird.
