Die jüngsten Ereignisse bei der Australian Open haben das Interesse an Emmas Spielweise neu entfacht. Der ehemalige Trainer und britische Tenniskommentator mark Petchey äußerte seine Bedenken, als er erstmals bei der Veranstaltung bemerkte, dass er Raducanu's Tennis „wirklich nicht mochte“. Seine Kritik konzentrierte sich vor allem auf den Aufschlag, der ab der ersten Runde als technisch „seltsam“ empfunden wurde.
Probleme beim Aufschlag
Petchey, einst Britens Nummer 1 und auch Andy Murrays Coach, betonte, dass der Aufschlag Raducanu's größtes Problem sei. Ihre Aufschläge wirkten in allen Spielen der Australian Open unstimmig, was zu einer hohen Anzahl von Doppel Fehlern und Serviceverlusten führte. In den ersten drei Matches – gegen Ekaterina Alexandrova, Amanda Anisimova und schließlich Iga Swiatek – fiel ihr Service besonders negativ auf. Raducanu wurde insgesamt 16 Mal gebrochen und machte 24 Doppel Fehler. Die Werte bei den zweitenServicepunkten lagen mit 30% beziehungsweise 23% weit unter dem geforderten Niveau.
Mark Petchey erläuterte seine Sichtweise:
„Ich war immer sehr positiv gegenüber Emma. Ich war besorgt, als sie zuerst die US Open gewann, wegen der Dinge, die danach passiert sind, aber man sollte Vergangenes ruhen lassen.“
Seine Kritik wurde noch deutlicher, als er erklärte:
„Zum ersten Mal würde ich sagen, dass ich, als ich sie in Australien beobachtete und sie bis in die dritte Runde kam, ihr Tennis wirklich nicht mochte. Und das ist das erste Mal, dass ich das ehrlich sagen kann.“
Mentale Herausforderungen
Petchey sieht in der technischen Unsicherheit eine Gefahr, die schnell zu einer mentalen Hürde werden kann. „Ich denke, dass es bei den anderen Gelegenheiten mehr um den physischen Aspekt ging. Sie hatte nicht genug Spielpraxis, sie hat nicht genug Matches gespielt“, so Petchey weiter. Er warnte, dass der Verlust des Selbstvertrauens im Service, dem wichtigsten Schlag im Tennis, langfristig negative Folgen haben könne:
„Mir gefällt technisch gesehen ihr Aufschlag nicht besonders. Emmas Aufschlag sah ab der ersten Runde etwas seltsam aus, und so habe ich ihr Spiel noch nie empfunden. Das ist meine größte Sorge.“
„Es wird sehr schnell zu einer mentalen Hürde, denn wenn man das Vertrauen verliert, besonders in den Aufschlag, kann das beinahe zum Endpunkt werden. Es ist der wichtigste Schlag im Männer- und Frauentennis und man möchte das Vertrauen nicht zu lange verlieren.“
