Iga Swiatek hat beim diesjährigen Madrid Open einen historischen Meilenstein erreicht. Mit ihrem hart erkämpften Auftaktsieg gegen die junge Alex Eala brach sie einen Rekord, den bislang Serena Williams gehalten hatte: Die höchste Siegquote in der Turniergeschichte. Mit nun 87,5 Prozent überholte Iga die US-Amerikanerin knapp, die bei 87 Prozent lag.
Dabei sah es zunächst nicht nach einem Triumph aus. Im ersten Satz unterliefen der Weltranglistenzweiten ungewöhnlich viele Fehler – 25 unerzwungene, um genau zu sein – und sie verlor den Satz mit 4:6. Auch im zweiten Satz geriet sie zweimal in Rückstand. Dennoch gelang es ihr, sich zurückzukämpfen und das Match mit 4:6, 6:4, 6:2 für sich zu entscheiden.
„Es war nicht einfach, den Rhythmus zu finden und das richtige Timing zu spüren, deshalb bin ich froh, dass ich einfach geduldig geblieben bin“, erklärte Iga im Anschluss auf dem Platz. „Ich spiele immer gerne hier. Ich bin einfach stolz auf meine Leistungen in den letzten zwei Jahren, und es ist schön, diese Erfahrung zu haben.“
Eine Revanche und der Blick nach vorn
Erst im März hatte Swiatek in Miami eine überraschende Niederlage gegen Eala hinnehmen müssen – ein Ergebnis, das sie nun korrigieren konnte. In Madrid scheint sie sich jedoch besonders wohlzufühlen: 2023 erreichte sie das Finale, 2024 gewann sie den Titel durch einen Sieg über Aryna Sabalenka.
Im nächsten Spiel wartet nun Linda Noskova auf die Polin. Die Tschechin hatte sich gegen Maria Lourdes Carle durchgesetzt und trifft in der dritten Runde auf Iga. Auch wenn Swiatek im direkten Vergleich mit 4:1 führt, erinnert sie sich sicher noch an die unerwartete Niederlage gegen Noskova bei den Australian Open 2024.
„Wir spielen immer tolle Matches, also hoffe ich, dass auch dieses spannend und unterhaltsam wird“, sagte Swiatek. „Ich konzentriere mich einfach auf meine Leistung. Linda ist eine großartige Spielerin, und ich habe großen Respekt vor ihr.“
