Aryna Sabalenka musste am Samstag im Finale der French Open gegen Coco Gauff eine bittere Niederlage einstecken. Nach dem 6:7(5), 6:2, 4:6 sprach die Weltranglistenerste in ihrer Ansprache offen über ihre Enttäuschung. „Diese Niederlage tut wirklich weh, vor allem nach zwei so harten Wochen, in denen ich großartiges Tennis gespielt habe. So ein schlechtes Spiel im Finale zu zeigen, ist wirklich schmerzhaft“, sagte sie vor dem Publikum im Court Philippe Chatrier.
Zudem meinte sie in der Pressekonferenz, sie habe Gauff zu viele Fehler geschenkt. Für zusätzliche Diskussionen sorgte ihre Aussage, dass Iga Swiatek – die sie im Halbfinale besiegt hatte – im Endspiel wohl bessere Chancen gegen Gauff gehabt hätte. In den sozialen Medien sowie von Kommentatorin Chris Evert wurde sie für diese Worte deutlich kritisiert. Später stellte Sabalenka per Instagram klar, dass sie Gauff nicht habe respektlos behandeln wollen.
Jimmy Connors fordert mehr Verständnis
Tennislegende Jimmy Connors sprang der dreifachen Grand-Slam-Siegerin nun bei. In seinem Podcast Advantage Connors äußerte er sich verständnisvoll über Sabalenkas Gefühlsausbruch. „Nach einem harten Match – ob im Finale der French Open oder von Wimbledon – will jeder sofort deine Gedanken hören“, sagte er. „Vielleicht wäre es besser, wenn man den Spielern fünf Minuten gibt, um einmal durchzuatmen. Stattdessen will man direkt ein Statement und kritisiert es dann.“
Der achtfache Grand-Slam-Champion erklärte weiter: „Diese Leute denken, sie wissen, was im Kopf der Spieler vorgeht, aber das stimmt einfach nicht. Jeder Spieler ist anders, jeder geht anders mit Niederlagen um. Gebt ihnen diesen Raum.“
Sabalenka plant, kommende Woche beim Rasenturnier in Berlin wieder ins Geschehen einzugreifen. Wimbledon ist der einzige Grand Slam, bei dem sie bisher noch nicht im Finale stand. Zweimal scheiterte sie dort im Halbfinale.
