Jannik Sinner wird laut Medienberichten weder beim Paris Masters noch beim Davis Cup antreten. Der Italiener hat sich entschieden, nach dem Verlust der Weltranglistenführung an Carlos Alcaraz eine Pause einzulegen. Wie der italienische Eurosport-Journalist Simone Eterno berichtet, wird Sinner stattdessen beim Turnier in Wien und bei den ATP Finals in Turin spielen.
Sinners Aufgabe beim Shanghai Masters besiegelte, dass Alcaraz das Jahr 2025 als Nummer 1 beenden wird. Der 23-Jährige verzichtet damit auf die Möglichkeit, im letzten ATP-1000-Turnier der Saison anzutreten – und bleibt in diesem Jahr ohne Titel auf dieser Ebene. Sein bislang letzter Erfolg stammt aus Miami 2024.
Zwischen Höhen, Tiefen und Rivalität
Das Jahr des Südtirolers war von Extremen geprägt. Nach seinem Triumph bei den Australian Open wurde er für drei Monate wegen eines Dopingverstoßes gesperrt. Nach seiner Rückkehr erreichte er das Finale der French Open, verlor dort knapp gegen Alcaraz, und revanchierte sich wenig später mit dem Wimbledon-Sieg. Beim US Open-Finale hatte dann wieder Alcaraz das bessere Ende für sich – und kehrte an die Spitze der Weltrangliste zurück.
Trotz seiner Verletzung in Shanghai wird Jannik beim lukrativen Showevent „6 Kings Slam“ in Saudi-Arabien antreten, wo er Berichten zufolge bis zu sechs Millionen Pfund verdienen könnte.
„Die größte Rivalität im Tennis?“
Australiens Turnierdirektor Craig Tiley sieht in der sportlichen Beziehung zwischen Sinner und Alcaraz ein außergewöhnliches Kapitel: „We’re witnessing the birth of what could be the greatest rivalry tennis has ever seen,“ sagte Tiley. „Sinner und Alcaraz treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen, ihre unterschiedlichen Spielstile machen jedes Duell elektrisierend.“
Mit Blick auf Turin will Jannik seine Saison mit einem starken Auftritt beenden – und zeigen, dass die Nummer 1 zwar weg ist, die Ambition aber bleibt.
