Novak Djokovic hofft in Basel auf weniger körperliche Belastung

by Faruk Imamovic
SHARE
Novak Djokovic hofft in Basel auf weniger körperliche Belastung
© zoran4067/X/Fair Use

Novak Djokovic verbindet seinen Hallenherbst mit einer konkreten Hoffnung: Weniger äußere Belastung soll ihm helfen, sportlich noch einmal zuzulegen. Vor den Swiss Indoors in Basel geht es deshalb nicht nur um zusätzliche Ranglistenpunkte, sondern auch um Bedingungen, unter denen er seine Kräfte besser einsetzen kann.

ADVERTISEMENT

Im Saisonrennen liegt Djokovic auf Platz elf. Die Teilnahme an den ATP Finals ist damit noch zu erarbeiten. „In diesem Jahr würde ich gerne nach Turin fahren“, sagte er im Gespräch mit Sportal. Basel und anschließend Paris geben diesem Wunsch einen sportlichen Rahmen.

Die Bedingungen werden zum Faktor

Djokovic verwies auf die Unterschiede zum Tennis unter freiem Himmel: In der Halle gebe es „keine Hitze, keine Sonne, keine äußeren Faktoren“. Genau diese Entlastung gehört für ihn zur Motivation, ein weiteres Turnier in seinen Kalender aufzunehmen.

Seine Überlegung betrifft zunächst die Belastung, nicht die Qualität der Gegner. Weniger Energie für den Umgang mit den Bedingungen aufbringen zu müssen, kann die Aufgabe erleichtern, über mehrere Runden konkurrenzfähig zu bleiben. Ein leichteres Turnier verspricht das allerdings nicht. Die Punkte muss Djokovic weiterhin gegen Spieler gewinnen, die ebenfalls um einen erfolgreichen Saisonabschluss kämpfen.

ADVERTISEMENT

Mehr Starts brauchen einen sportlichen Ertrag

Die zusätzliche Woche ist vor allem dann wertvoll, wenn Djokovic sie in mehrere gute Matches umsetzen kann. Für einen Spieler auf seiner Position im Saisonrennen zählt nicht allein die Zahl der Antritte. Entscheidend ist, wie weit ihn die vorhandenen Möglichkeiten tatsächlich tragen.

Damit verbindet sich eine anspruchsvolle Abwägung: Ein weiteres Turnier eröffnet Chancen, verlangt aber auch zusätzliche Wettkampfarbeit. Seine Einschätzung der Hallenbedingungen erklärt, warum beides für ihn zusammenpassen kann. Er sucht nicht bloß einen freien Termin, sondern eine Umgebung, in der der zusätzliche Einsatz aus seiner Sicht sinnvoller erscheint.

Turin bleibt das Ziel dieser Wochen

Seit seinem Titelgewinn 2023 hat Djokovic nicht mehr an den ATP Finals teilgenommen. Für 2024 nannte er einen früheren Saisonabschluss, für das vergangene Jahr eine Schulterverletzung. Diesmal beschreibt er die Reise nach Turin ausdrücklich als Wunsch.

ADVERTISEMENT

Der Unterschied zu einem bereits feststehenden Jahresabschluss ist erheblich: Djokovic muss seine Chance erst auf dem Platz vergrößern. Seine Erfahrung nimmt ihm diese Aufgabe nicht ab, kann ihm aber helfen, die Wochen passend zu gewichten. Basel soll dabei mehr sein als eine zusätzliche Station. Das Turnier ist eine Gelegenheit, unter bevorzugten Bedingungen genügend Qualität über mehrere Tage hinweg zu zeigen.

Novak Djokovic
SHARE