Gaël Monfils hat seine Fans mit einer Ankündigung überrascht: Seine Profikarriere ist offiziell beendet – doch in Paris wird er sich noch einmal persönlich verabschieden.
Der ehemalige Weltranglisten-Sechste erhält am 3. November beim Paris Masters eine besondere Abschiedszeremonie. Damit bekommen die französischen Tennisfans eine weitere Gelegenheit, den Publikumsliebling zu sehen.
Der 40-Jährige gab die Nachricht während eines Twitch-Livestreams am Montag, dem 26. Oktober, bekannt. Dabei sprach er auch über seinen vorzeitigen Rücktritt und die Trennung von Elina Switolina.
Ursprünglich hatte Monfils geplant, seine Karriere vor heimischem Publikum zu beenden. Der französische Routinier trat jedoch bereits am 5. Oktober überraschend zurück – mehrere Wochen vor dem Turnier in Paris. Viele Fans waren dadurch enttäuscht.
Nun bestätigte der ehemalige Weltranglisten-Sechste, dass er für eine besondere Zeremonie zum Turnier zurückkehren wird. Spielen wird er allerdings nicht mehr.
„Natürlich wollte ich nicht einfach so gehen. Jetzt möchte ich der französischen Tennisfamilie danken, die mich unterstützt hat. Beim Rolex Masters wird es am Dienstag, dem 3. November, nach dem ersten Match der Abendsession, die um 19 Uhr beginnt, eine Würdigung meiner Karriere und eine große Show geben. Ich werde mich persönlich von euch verabschieden können“, sagte Monfils in einer aus dem Französischen übersetzten Aussage.
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Die Veranstaltung findet in der Paris La Défense Arena in Nanterre statt. Das Paris Masters ist dort vom 2. bis zum 8. November angesetzt.
Auch der Französische Tennisverband bestätigte die Zeremonie. Die Organisatoren wollen die lange Karriere des Routiniers und seine besondere Verbindung zum französischen Turnier würdigen.
Monfils nahm im Laufe seiner Karriere elfmal am Paris Masters teil. Zweimal erreichte er das Finale – 2009 und 2010 –, den Titel konnte er jedoch nie gewinnen.
Monfils wollte sich von seinen Fans verabschieden
Der Franzose räumte ein, dass er enttäuscht darüber gewesen sei, wie die Nachricht von seinem Rücktritt an die Öffentlichkeit gelangte. Sein Name war Anfang des Monats auf der Liste der zurückgetretenen Spieler der International Tennis Integrity Agency aufgetaucht, bevor er seine Entscheidung selbst hatte bekannt geben können.
Viele Tennisfans hatten damit gerechnet, Monfils bei den letzten Turnieren seiner Karriere in Lyon und Paris zu sehen. Stattdessen entschied sich der Routinier aus persönlichen Gründen für ein früheres Karriereende.
Während seines Twitch-Livestreams bestätigte Monfils zudem, dass die Trennung von Switolina eine wichtige Rolle bei seiner Rücktrittsentscheidung gespielt habe.
Der Franzose und die ukrainische Spitzenspielerin waren acht Jahre lang ein Paar und heirateten im Juli 2021. Gemeinsam haben sie eine Tochter: Skai wurde im Oktober 2022 geboren.
In der vergangenen Woche bestätigte das Paar seine Trennung. Die Nachricht stieß bei Tennisfans und in den Medien auf große Aufmerksamkeit.
Der ehemalige Weltranglisten-Sechste erklärte, die Situation habe ihn emotional belastet und es ihm erschwert, seinen normalen Trainingsalltag fortzusetzen.
Außerdem bedankte er sich beim Französischen Tennisverband und den Turnierorganisatoren dafür, ihm einen letzten öffentlichen Auftritt zu ermöglichen.
„Ich danke dem Rolex Paris Masters, dem Verband und den Menschen, die das organisieren“, sagte der Franzose im Livestream.
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Monfils gab zu, emotional derzeit nicht unbedingt in der Lage zu sein, selbst einen Abschied zu organisieren. Die Gelegenheit, ein letztes Mal seine Unterstützer zu treffen, wolle er dennoch wahrnehmen.
„Ich bin nicht unbedingt in der richtigen Verfassung dafür, aber ich war zu 100 Prozent dafür. Ich möchte mich vom französischen Publikum verabschieden“, fügte er in einer aus dem Französischen übersetzten Aussage hinzu.
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Der Routinier verriet außerdem, dass er mit Turnierdirektor Cédric Pioline über die Zeremonie gesprochen habe.
Monfils und seine Tenniskarriere
In seinen mehr als zwei Jahrzehnten auf der ATP-Tour entwickelte sich Monfils zu einem der bekanntesten französischen Spieler. Der gebürtige Pariser war für seine Schnelligkeit, Athletik und spektakuläre Spielweise bekannt.
Im November 2016 erreichte er mit Platz sechs seine beste Position in der Weltrangliste. Insgesamt gewann er 13 ATP-Einzeltitel.
Darüber hinaus stand Monfils zweimal im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers: 2008 bei den French Open und 2016 bei den US Open.
Auch wenn er nie ein Grand-Slam-Turnier gewinnen konnte, feierte Monfils zahlreiche denkwürdige Siege gegen einige der besten Spieler der Welt.
Besonders eindrucksvoll waren seine Auftritte in Paris. 2009 erreichte er das Finale des Paris Masters, musste sich dort jedoch Novak Djokovic in drei Sätzen geschlagen geben.
Ein Jahr später kehrte der Franzose nach einem Halbfinalsieg gegen Roger Federer erneut ins Endspiel ein. Diesmal unterlag er Robin Söderling.
Gaël Monfils spielte bis ins hohe Tennisalter weiter und gewann im Januar 2025 im Alter von 38 Jahren den Titel in Auckland.
Der ehemalige Weltranglisten-Dritte Stefanos Tsitsipas würdigte Monfils kürzlich und sprach über den Respekt, den sich der Franzose im Laufe seiner Karriere erarbeitet hat – obwohl ihm ein Grand-Slam-Titel fehlt.
„Er hat nie einen Grand-Slam-Titel gewonnen, aber ob man es glaubt oder nicht: Wahrscheinlich genießt er genauso viel Respekt wie jemand, der mehrere gewonnen hat“, sagte der Grieche in einer aus dem Französischen übersetzten Aussage.
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Am 3. November kehrt Monfils nun für die Zeremonie nach Paris zurück. Der Abschied ist nach dem ersten Match der Abendsession angesetzt, die um 19 Uhr Ortszeit beginnt. Dann erhält der Franzose die Gelegenheit, sich persönlich von seinen Unterstützern zu verabschieden.
