Jannik Sinner warnt vor einem veränderten Alexander Zverev

by Faruk Imamovic
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Jannik Sinner warnt vor einem veränderten Alexander Zverev
© jannik_files/X/Fair Use

Jannik Sinner geht mit einer deutlichen Erfolgsbilanz gegen Alexander Zverev in das Wimbledon-Finale. Dennoch betrachtet der Titelverteidiger die bisherigen Duelle nicht als verlässlichen Maßstab. Zum ersten Mal treffen beide auf Rasen aufeinander, und Zverev erscheint nach seinem Triumph bei den French Open mit neuem Selbstvertrauen.

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Sinner führt im direkten Vergleich mit 10:4 und gewann die vergangenen neun Begegnungen. Zudem entschied er zuletzt 14 Sätze in Folge gegen den Deutschen für sich. Zverevs letzter Satzgewinn gelang im Oktober 2025 im Halbfinale von Wien.

Paris hat Zverevs Auftreten verändert

Für Sinner ist jedoch entscheidend, was seitdem passiert ist. Zverev gewann in Paris seinen ersten Grand-Slam-Titel und tritt in Wimbledon deutlich offensiver auf.

„Ich glaube, zwischen ihm und mir ist es ein wenig anders, weil er es so lange versucht hat, und wenn man es dann endlich schafft, ist es unglaublich und gibt einem diesen Schub an Selbstvertrauen“, sagte Sinner.

„Wir sehen es hier wieder. Wir haben gesehen, wie aggressiv er spielt und wie stark er aufschlägt. Es ist schwer, gegen ihn zu spielen. Das war es vorher schon, aber jetzt ist es wegen dieses Selbstvertrauens noch schwieriger.“

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Damit verliert Sinners Siegesserie zwar nicht ihren Wert, sie erklärt aber nicht vollständig, was ihn im Finale erwartet. Der Zverev von Wimbledon spielt entspannter und sucht häufiger die Initiative.

Der Rasen verändert den Rhythmus

Auch taktisch lässt sich das Endspiel kaum mit den jüngsten Begegnungen vergleichen. Die letzten beiden Duelle fanden im April in Monte Carlo und im Mai im Finale von Madrid auf Sand statt. Auf dem schnellen Rasen des Centre Courts erwartet Sinner kürzere Ballwechsel.

„Ich meine, weniger Ballwechsel, weniger Rhythmus. Das wissen wir, weil der Belag so schnell ist. Da es außerdem ziemlich warm sein wird, wird das gut für große Aufschläger sein. Er ist definitiv ein großer Aufschläger.“

Für Zverev eröffnet das die Chance, mit seinem Service freie Punkte zu gewinnen und längere Grundlinienduelle zu reduzieren. Sinner muss deshalb besonders früh aufmerksam sein und verhindern, dass der Deutsche seine Aufschlagspiele ohne Druck kontrolliert.

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Eine offene Aufgabe trotz klarer Bilanz

Sinner geht als Weltranglistenerster und Titelverteidiger in sein zweites Wimbledon-Finale in Folge. Zverev steht dagegen erstmals in der entscheidenden Phase des Rasenturniers.

„Was auch immer in der Vergangenheit zwischen ihm und mir passiert ist, ist passiert“, erklärte Sinner. „In der Zwischenzeit hat er in Paris einen Grand Slam gewonnen, was ihm viel Selbstvertrauen gegeben hat. Wir können das Niveau sehen, das er hier zeigt.“

Die bisherige Bilanz macht Sinner zum Favoriten. Der neue Belag, Zverevs Aufschlag und dessen gestärktes Auftreten sorgen jedoch dafür, dass dieses Finale nicht einfach wie das zehnte Kapitel derselben Serie behandelt werden kann.

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