Alexander Zverev bleibt bei den US Open in seinem vertrauten Nachtrhythmus. Der Deutsche bestreitet auch sein Achtelfinale gegen Luciano Darderi als zweites Match der Abendsession im Arthur Ashe Stadium. Für Zverev ist es der vierte späte Termin im vierten Turniermatch und damit genau die Kontinuität, die er sich ausdrücklich gewünscht hatte.
Der Rhythmus zählt mehr als die frühe Erholung
„Ich möchte nicht tagsüber spielen, weil ich im Rhythmus bin“, hatte Alexander erklärt. Die Turnierleitung erfüllte diesen Wunsch erneut. Das Duell mit Darderi beginnt am Montag nicht vor 21 Uhr Ortszeit, für Zuschauerinnen und Zuschauer in Mitteleuropa also frühestens um 3 Uhr am Dienstagmorgen.
Die Entscheidung bewahrt Alexander vor einem Wechsel zwischen unterschiedlichen Bedingungen. In der Nacht verändern sich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und die Atmosphäre im Stadion. Wer mehrere Runden nacheinander zu ähnlicher Zeit spielt, kann Training, Essen und Aktivierung entsprechend planen. Alexander muss seinen Tagesablauf deshalb nicht kurzfristig auf ein frühes Match umstellen.
Der Vorteil hat eine zweite Seite. Ein später Beginn kann bei einer langen Partie weit über Mitternacht hinausführen. Danach bleiben weniger Stunden für Behandlung, Schlaf und den Übergang zum nächsten Turniertag. Zverev nimmt diese Belastung bewusst in Kauf, weil er den gewohnten Rhythmus aktuell höher bewertet.
Gauff eröffnet die Abendsession
Vor Alexander und Darderi spielt Coco Gauff im Ashe Stadium gegen Iva Jovic. Die Tagessession auf dem größten Platz umfasst die Begegnungen von Iga Swiatek mit Zheng Qinwen sowie Francisco Cerundolo mit Alexander Blockx.
Im Louis Armstrong Stadium eröffnet Anastasia Potapova gegen Mirra Andreeva. Danach folgen Elena Rybakina gegen Naomi Osaka und Karen Khachanov gegen Learner Tien. Die Verteilung zeigt, wie viele prominente Namen der Montag bietet, doch Zverev erhält erneut einen der sichtbarsten Termine.
Darderi trifft auf einen eingespielten Ablauf
Die Ansetzung allein entscheidet kein Match. Darderi kann sich ebenfalls gezielt auf die späte Uhrzeit vorbereiten und weiß, unter welchen Bedingungen die Partie beginnt. Zverev bringt jedoch den Vorteil mit, diesen Ablauf während des gesamten Turniers wiederholt zu haben.
Sein Wunsch ist damit nicht bloß eine Frage der Bühne. Er betrifft die tägliche körperliche und mentale Vorbereitung. Die vierte Nachtschicht in Folge bestätigt, dass Zverev seine US Open nach einem festen Muster bestreiten darf. Nun muss er zeigen, dass der geschützte Rhythmus auch im Achtelfinale sportlich trägt.
