Frances Tiafoe hat Daniil Medvedev mit 7:6 (1), 6:3, 7:6 (6) besiegt und seine besondere Serie im Louis Armstrong Stadium fortgesetzt. Der US-Amerikaner gewann dort sein zehntes Match nacheinander. Ausgerechnet nach diesem Erfolg muss er den Platz jedoch verlassen: Alle Einzel-Viertelfinals werden im Arthur Ashe Stadium ausgetragen.
Medvedev nutzt seine Chancen nicht
Das Ergebnis in drei Sätzen verdeckt, wie offen vor allem der erste und der dritte Durchgang waren. Medvedev hatte in beiden Sätzen Möglichkeiten, die Partie in eine andere Richtung zu lenken. Tiafoe spielte in den Tiebreaks jedoch konzentrierter und gewann die entscheidenden Punkte.
Besonders eng wurde es im dritten Satz. Medvedev erspielte sich im Tiebreak sogar einen Satzball, konnte ihn aber nicht verwerten. Tiafoe blieb aggressiv und beendete die Begegnung, bevor der frühere US-Open-Sieger neue Hoffnung auf einen vierten Satz entwickeln konnte.
Die Atmosphäre im Armstrong unterstützte Tiafoes Spielweise. Das kleinere Stadion bringt das Publikum näher an den Platz und verstärkt jede erfolgreiche Aktion. Seine Serie von zehn Siegen zeigt, wie gut er diese Energie in New York wiederholt nutzen konnte.
Michelsen kommt ohne Satzverlust
Im Viertelfinale wartet Alex Michelsen. Der Amerikaner gewann sein Achtelfinale gegen Tomas Martin Etcheverry mit 7:6 (6), 6:4, 6:4 und hat im gesamten Turnier noch keinen Satz abgegeben. Seine Konstanz unterscheidet den nächsten Test von Medvedevs wechselhafter Chancenverwertung.
Tiafoe kann sich gegen Michelsen nicht darauf verlassen, dass mehrere kritische Punkte ungenutzt bleiben. Sein Landsmann hat bislang jede Runde ohne Umweg beendet und dürfte mit entsprechendem Vertrauen in das erste Grand-Slam-Viertelfinale gehen.
Neue Bühne, gleiche Aufgabe
Der Umzug ins Ashe Stadium nimmt Tiafoe einen vertrauten Rahmen, verändert aber nicht die sportliche Anforderung. Er muss erneut seine besten Schläge dann abrufen, wenn ein Satz auf wenigen Punkten hängt. Gegen Medvedev war genau das der Unterschied.
Die größere Arena verlangt zugleich eine schnelle Anpassung an andere Abstände und eine offenere Geräuschkulisse.
Carlos Alcaraz erreichte mit einem 6:4, 6:3, 6:4 gegen Tommy Paul ebenfalls das Viertelfinale. Die amerikanische Präsenz bleibt damit trotz Pauls Ausscheiden sichtbar. Tiafoe hat sich seinen Platz unter den letzten Acht nicht durch durchgehende Dominanz gesichert, sondern durch größere Klarheit in den entscheidenden Momenten. Im Ashe Stadium beginnt seine Serie bei null, doch die Fähigkeit, Tiebreaks und Satzbälle zu kontrollieren, reist mit ihm.
