Kevin Krawietz und Tim Pütz stehen bei den US Open im Viertelfinale. Das deutsche Davis-Cup-Doppel besiegte Julian Cash und Lloyd Glasspool mit 7:6 (1), 7:6 (5) und entschied damit eine Partie ohne klaren Abstand in den normalen Spielen über die beiden Tiebreaks.
Der Spielstand erzählt die wichtigste Geschichte des Matches: Kein Satz kippte früh dauerhaft zu einer Seite. Krawietz und Pütz mussten ihre Konzentration jeweils bis zum Ende halten. Im ersten Tiebreak gelang ihnen das sehr deutlich, im zweiten blieb der Abstand klein. Genau dort verwandelten sie ein ausgeglichenes Duell in einen Sieg ohne Satzverlust.
Die entscheidenden Punkte gehörten dem deutschen Duo
Krawietz und Pütz ließen Cash und Glasspool über die Satzlänge nicht entscheidend davonziehen. Sobald jeder Punkt stärker gewichtet wurde, fanden die Deutschen zweimal die bessere Lösung.
Der erste Tiebreak mit 7:1 war ein klares Signal. Im zweiten mussten sie bis 7:5 arbeiten. Diese Kombination aus früher Entschlossenheit und später Ruhe ist der wichtigste Gewinn vor dem Viertelfinale. Sie zeigt, dass das Duo nicht auf einen einzigen günstigen Moment angewiesen war, sondern zwei unterschiedliche Druckphasen bewältigte.
Arevalo und Pavic erhöhen den Schwierigkeitsgrad
In der Runde der letzten acht treffen Krawietz und Pütz auf Marcelo Arevalo und Mate Pavic. Das Duo ist in Flushing Meadows an Nummer drei gesetzt. Die nächste Aufgabe bringt damit Gegner, deren Setzposition eine größere Turniererwartung ausdrückt.
Für das deutsche Paar ändert das wenig an der unmittelbaren Arbeitsweise. Gegen Cash und Glasspool entschieden wenige Punkte über den Verlauf. Gegen Arevalo und Pavic kann derselbe Fokus nötig werden, wenn Aufschlagspiele stabil bleiben und erneut Tiebreaks drohen.
Andere deutsche Doppel scheiden aus
Mark Wallner und Jakob Schnaitter verpassten das Viertelfinale. Sie verloren gegen Neal Skupski und Christian Harrison mit 3:6, 6:7 (1), obwohl sie im zweiten Satz geführt hatten. Nach dem deutlichen ersten Satz konnten sie das Match verlängern, brachten ihren Vorsprung jedoch nicht bis in einen dritten Durchgang.
Auch der Lauf von Nikita Samuel Fllin und Brandon Carpico endete. Die Außenseiter hatten in Runde eins mit Orlando Luz und Rafael Matos eines der stärksten Tour-Doppel geschlagen. Gegen die erfahrenen Rajeev Ram und Joe Salisbury unterlagen sie anschließend 6:7 (6), 6:4, 4:6.
Damit tragen Krawietz und Pütz die deutschen Hoffnungen weiter. Ihr Achtelfinale bot keine spektakuläre Ergebniswende, sondern etwas für ein Doppel ebenso Wertvolles: verlässliche Entscheidungen, wenn ein Satz nur noch aus wenigen Punkten besteht.
