Jim Courier weist nach Alcaraz’ US-Open-Niederlage auf ein Problem hin

by Sead Dedovic
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Jim Courier weist nach Alcaraz’ US-Open-Niederlage auf ein Problem hin
© TennisChannel / X / Fair Use

Carlos Alcaraz’ Titelverteidigung bei den US Open ist im Viertelfinale beendet. Ben Shelton setzte sich in einem Fünfsatz-Krimi durch, der in New York erst um 3:33 Uhr morgens endete.

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Der Spanier unterlag im Arthur Ashe Stadium mit 6:7(5), 6:1, 6:3, 1:6, 6:7(7). Die Partie dauerte vier Stunden und 28 Minuten. Für Alcaraz war es das erste Turnier seit April, nachdem ihn eine Verletzung am rechten Handgelenk von den French Open und Wimbledon ferngehalten hatte.

Nach der Niederlage des Spaniers ließen die Reaktionen ehemaliger Spieler und anderer bekannter Tennisgrößen nicht lange auf sich warten. Die meisten zeigten sich letztlich zufrieden mit Alcaraz’ Leistung – vor allem angesichts seiner langen Wettkampfpause.

Viele waren davon ausgegangen, dass der 23-Jährige bei den US Open deutlich früher scheitern könnte. Doch Alcaraz zeigte trotz der schwierigen Vorgeschichte ein hohes Niveau.

Jim Courier sieht vor allem in einem Bereich noch Nachholbedarf. Der viermalige Grand-Slam-Champion wies darauf hin, dass der 23-Jährige beim Aufschlag noch nicht die gewohnte Geschwindigkeit erreichte.

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“I love the way he feels. He told us that he's smiling, he's happy that he feels healthy,” sagte Courier beim Tennis Channel.

“The next step for him is to shake a little bit of that big match rust. That was on display last night.

No question that he didn't perform in that match tiebreak the way he did at Roland Garros in the match tiebreak for the championship against Jannik Sinner.”

Courier betonte zudem, dass Sheltons starkes Spiel die Aufgabe für die ehemalige Nummer eins der Welt zusätzlich erschwert habe.

“Of course, Shelton had a lot to do with that with his serve and his weaponry.

But for him, he needs to find that extra gear on his serve. That's the one thing that we did not see at the US Open.

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We did not see serves 137, 130. It was 127, 128 at the top end, so he's missing a gear there.

We'll see if that's just a psychological barrier he has to get by or if he actually has something still happening in his wrist that's preventing that.”

Courier nimmt Alcaraz’ Aufschlag nach langer Verletzungspause ins Visier

Alcaraz hatte bereits im Verlauf des Turniers über seinen Aufschlag gesprochen. Nach seinem Sieg gegen Jaime Faria in der zweiten Runde erklärte der siebenmalige Grand-Slam-Champion, dass er sich im Laufe der Partie mit seiner Aufschlagbewegung zunehmend wohler gefühlt habe.

“Little by little, I improved, and I finished the match serving at a very high level,” sagte Alcaraz.

“I increased the speed and the percentage, and I felt more and more comfortable with the motion, the fluidity and the ball toss.

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I'm honestly very happy that I was able to improve it during the match. At least now we know what we need to work on for the next one.”

Vor seiner Ankunft in New York hatte der 23-Jährige mehr als vier Monate kein Pflichtspiel bestritten. Er gewann seine ersten vier Partien und gab dabei nur einen Satz ab, ehe er auf Shelton traf.

Gegen den US-Amerikaner zeigte Alcaraz phasenweise beinahe sein gewohntes Niveau. Er entschied den ersten Satz für sich und gewann den vierten Durchgang mit 6:1, womit er den entscheidenden fünften Satz erzwang.

Shelton blieb jedoch dran und setzte seinen Aufschlag in den entscheidenden Momenten effektiv ein. Der 23-jährige US-Amerikaner beendete die Partie mit einem Ass, das mit 146 Meilen pro Stunde gemessen wurde, und zog ins Halbfinale gegen Frances Tiafoe ein.

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Alcaraz bezeichnete Shelton anschließend als „a beast“ und erklärte, der Aufschlag des Amerikaners habe in den entscheidenden Phasen großen Druck erzeugt.

“The serve is a really good weapon in these kind of situations,” sagte Alcaraz. “It's an unknown if you are going to play the point or if he's going to get a free point with the serve.”

Alcaraz verlässt New York trotz Aus zufrieden

Trotz des verpassten US-Open-Titels blickte Alcaraz nicht mit negativen Gefühlen auf das Turnier zurück. Für den Spanier war vor allem entscheidend, wieder gesund zu sein.

“In the fifth set I just started to feel better and better,” sagte er nach dem Viertelfinale.

“But you know, I was playing against one of the... He is a beast. Shelton is an unbelievable player, powerful. He just managed to play really, really well in every situation, so credit to him.

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But, you know, I leave the court happy. I leave the court with a smile, healthy, and this is what I needed.”

Alcaraz erklärte außerdem, dass er stolz darauf sei, wie er trotz körperlicher Müdigkeit nach dem dritten Satz gekämpft habe.

“I'm just not going to be disappointed about not getting the win at the end,” sagte er. “You know, I'm just happy. I'm just proud about myself, about how I fought.”

Mit der Niederlage endete auch Alcaraz’ Siegesserie von 18 Erfolgen bei Grand-Slam-Turnieren. Zu Beginn des Jahres hatte er die Australian Open gewonnen, ehe seine Handgelenksverletzung die Saison veränderte.

Sein nächster geplanter Auftritt ist der Laver Cup in San Francisco vom 25. bis 27. September. Anschließend steht für den Spanier das Japan Open auf dem Programm, bei dem er in der vergangenen Saison den Titel gewann.

Alcaraz
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