Jannik Sinner spricht nach Struff-Sieg über seine Hitze-Probleme

by Faruk Imamovic
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Jannik Sinner spricht nach Struff-Sieg über seine Hitze-Probleme
© jannik_files/X/Fair Use

Jannik Sinner steht wieder im Halbfinale von Wimbledon, doch nach seinem klaren Sieg gegen Jan-Lennard Struff blieb nicht nur das Ergebnis hängen. Der 24-jährige Italiener gewann am Dienstag in drei Sätzen und wirkte bei Temperaturen um 30 Grad körperlich stabil. Gerade das war für ihn ein wichtiges Signal, weil ihn in dieser Saison bereits mehrfach physische Probleme begleitet hatten.

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Gegen Struff bekam Sinner die Art von Belastung, die vor wenigen Wochen noch als Risiko galt: Hitze, Druck und ein Gegner mit viel Schlagkraft. Der Titelverteidiger bestand diesen Test ohne sichtbare Beschwerden. Trotzdem machte er nach dem Match deutlich, dass das Thema nicht vollständig erledigt ist.

Warum der Sieg körperlich wichtig war

Sinner hatte nach seinem Aus bei den French Open Grund, genauer hinzusehen. Dort war er in Runde zwei gegen Juan Manuel Cerundolo nur noch ein Spiel vom Sieg entfernt, ehe ihm die Hitze zusetzte und er in fünf Sätzen verlor. Auch bei den Australian Open musste ihm nach einem körperlichen Einbruch gegen Eliot Spizzirri eine Cooling Break helfen.

Vor Wimbledon sagte Sinner, er und sein Team seien in dieser Frage „zu einer Schlussfolgerung gekommen, die sehr gut ist“. Nach dem Struff-Sieg erklärte er nun auf dem Platz: „Ja, danke, dass Sie mich daran erinnern!“

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Dann wurde er konkreter: „Wir haben viel gearbeitet, besonders nach Paris, um zu verstehen, was dort schiefgelaufen ist. Wir haben uns bestmöglich vorbereitet, und auf jeden Fall war es heute ein riesiger Test.“

Was für das Halbfinale bleibt

Sinners wichtigste Aussage war jedoch die nächste: „Ich habe mich heute körperlich wirklich, wirklich wohlgefühlt, also ein guter Schritt nach vorne. Selbst wenn es wieder passieren würde, wie in Paris, ich hoffe nicht, aber wenn es wieder passiert, müssen wir wieder ein paar Dinge ändern.“

Das klingt nicht nach Entwarnung, sondern nach kontrollierter Vorsicht. Für Sinner zählt nun, dass er unter heißen Bedingungen nicht nur gewonnen, sondern sich auch belastbar gezeigt hat. Für mögliche Gegner bleibt die Frage, ob lange Matches an warmen Tagen weiterhin ein Ansatzpunkt sein könnten.

Im Halbfinale wartet entweder Novak Djokovic oder Felix Auger-Aliassime. Djokovic besiegte Sinner bei den Australian Open in diesem Jahr in fünf Sätzen. In Wimbledon geht Sinner nun mit einem sportlichen Erfolg weiter, aber auch mit einem Thema, das sein Turnier noch begleiten kann.

Jannik Sinner Wimbledon
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