Alexander Zverev braucht gegen Jannik Sinner einen offensiven Plan

by Faruk Imamovic
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Alexander Zverev braucht gegen Jannik Sinner einen offensiven Plan
© TheTennisLetter/X/Fair Use

Alexander Zverev steht erstmals im Wimbledon-Finale. Dort wartet mit Jannik Sinner jedoch ausgerechnet jener Gegner, gegen den der Deutsche seit neun Begegnungen keinen Sieg mehr geschafft hat. Das Endspiel wird damit weniger zu einer Frage der bisherigen Turnierform als zu einem Test, ob Zverev auf Rasen einen neuen Weg gegen den Italiener findet.

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Zverev erreichte das Finale mit einem 7:6, 6:2, 6:4 gegen den britischen Wildcard-Spieler Arthur Fery. Auf dem Weg dorthin gab er insgesamt nur zwei Sätze ab. Jannik setzte sich unterdessen in drei Sätzen gegen Novak Djokovic durch und steht zum zweiten Mal in Folge im Wimbledon-Endspiel.

Warum Rasen Zverev eine neue Chance gibt

Das direkte Duell spricht deutlich für Jannik. Pat Cash sieht im Untergrund jedoch einen möglichen Ausgleich. „Die Bilanz spricht völlig für Sinner, Zverev hat einfach nie eine Lösung gefunden. Auf Rasen bekommt man jedoch mehr aus dem Aufschlag heraus. Zverevs Aufschlag ist, wie wir wissen, absolut phänomenal.“

Genau darin liegt Zverevs realistischste Möglichkeit. Kurze Punkte und direkte Gewinne mit dem Aufschlag könnten verhindern, dass Jannik seine Überlegenheit aus den vergangenen Begegnungen erneut vollständig ausspielt. Gegen Fery war dieser Schlag bereits ein entscheidender Faktor.

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Cash fordert deshalb eine offensive Ausrichtung: „Er wird ein paar mehr freie Punkte bekommen. Ich weiß nicht, ob er gewinnen wird, aber wenn es irgendeinen Ort gibt, an dem er diesen Bann brechen kann, den Sinner über ihn hat, dann hier. Er wird einige Winner schlagen. Er muss aggressiv sein.“

Der erste Satz könnte das Finale prägen

Für Zverev darf das Match nicht früh in Sinners Richtung kippen. Cash hält einen Tiebreak im ersten Satz für das ideale Szenario. Der Deutsche besitzt laut dem Australier eine außergewöhnliche Bilanz in solchen Situationen und müsse versuchen, dort den Auftaktsatz zu holen.

Ein Rückstand von zwei Sätzen wäre gegen Sinner kaum mit Zverevs notwendigem Spielplan vereinbar. Selbst ein verlorener erster Satz würde den Druck erhöhen, weil der Deutsche dann stärker ins Risiko gehen müsste.

Zwei unterschiedliche Chancen auf den nächsten großen Titel

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Zverev reist mit zusätzlichem Selbstvertrauen aus seinem Triumph bei den French Open an, wo er seinen ersten Grand-Slam-Titel gewann. Sinner wartet 2026 dagegen noch auf einen Major-Erfolg, obwohl er bislang jedes angebotene Masters-Turnier gewann.

Nach dem Halbfinal-Aus bei den Australian Open und der Zweitrundenniederlage in Paris kann Sinner nun seinen fünften Grand-Slam-Titel holen. Zverevs Aufgabe ist klar: Er muss mit dem Aufschlag dominieren, offensiv bleiben und die engen Phasen für sich entscheiden.

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