Mirra Andrejewa deutet an, dass sie nach ihrem Triumph bei den French Open zu hohe Ansprüche an sich selbst gestellt und von sich erwartet habe, „jedes Match zu gewinnen“. Inzwischen habe sie sich jedoch wieder beruhigt, nachdem sie sich selbst gesagt habe, sie solle „chill“ machen.
Einen Monat nach ihrem 19. Geburtstag gewann die russische Tennisspielerin ihren ersten Grand-Slam-Titel. Im Finale von Roland Garros setzte sie sich gegen Maja Chwalińska durch.
Nach dem größten Erfolg ihrer Karriere geriet Andrejewa allerdings in eine kleine Formkrise und blieb bei den folgenden vier Turnieren weitgehend erfolglos.
Während der Rasensaison kam die Weltranglistenfünfte nur auf eine Bilanz von 1:2. In Bad Homburg verlor sie ihr Auftaktmatch, in Wimbledon schied sie bereits in der zweiten Runde aus. Zum Start der nordamerikanischen Hartplatzsaison verbuchte die Russin in Toronto und Cincinnati anschließend eine Bilanz von 3:2.
Die Vorbereitung auf die US Open verlief für Andrejewa damit möglicherweise nicht optimal. In New York scheint sie jedoch wieder auf den richtigen Weg gefunden zu haben: Mit vier Siegen in Folge erreichte sie das Viertelfinale.
Andrejewa: Nach dem French-Open-Triumph wollte ich jedes Match gewinnen
Nach ihrem 5:7, 6:4, 6:3-Erfolg gegen Anastassija Potapowa im Achtelfinale der US Open sprach die 19-Jährige offen über die Gründe für ihre Schwierigkeiten im Frühsommer.
“I just kind of feel like maybe I'm more at peace in a way that I'm not as demanding of myself anymore. Before, after winning the French Open, I feel like every match that I play, I have to win because I won the biggest tournament of my life," räumte Andrejewa in New York ein.
Andrejewa: Ich habe mir gesagt, ich soll abschalten und genießen
“Now I just approach it, OK, I won, not a Grand Slam, I won just another tournament. Whatever it is, it's not a Grand Slam. I'm just trying to forget that it was a Grand Slam, trying not to think about it, not overthink as well and just kind of let it go easy, not to think about it, chill, enjoy. And that's it. That's how I approach things right now," fügte Andrejewa hinzu.
Im Kampf um den ersten Halbfinaleinzug ihrer Karriere in Flushing Meadows trifft die russische Tennisspielerin nun auf die an Nummer vier gesetzte Lokalmatadorin Coco Gauff.
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Ein Sieg gegen Gauff wäre für Andrejewa gleich aus mehreren Gründen besonders. Gegen die US-Amerikanerin hat sie bislang alle fünf Duelle verloren. Es besteht daher kein Zweifel, dass sie fest entschlossen sein wird, Gauff endlich zu bezwingen und zugleich erstmals das Halbfinale der US Open zu erreichen.
