Argentina Open wechselt 2028 auf Hartplatz und riskiert den Verlust von Stammspielern

by Faruk Imamovic
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Argentina Open wechselt 2028 auf Hartplatz und riskiert den Verlust von Stammspielern
© HormigaXeneize/X/Fair Use

Ab 2028 spielt das Argentina Open auf Hartplatz. Das könnte Spielern die Saisonplanung erleichtern, garantiert dem ATP-250-Turnier in Buenos Aires jedoch kein stärkeres Teilnehmerfeld. Denn die Konkurrenz um attraktive Startzusagen entscheidet sich nicht nur am Belag.

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Das Turnier blickt auf eine Geschichte bis 1927 zurück und gehört zu den bekanntesten Veranstaltungen der südamerikanischen Sandplatzserie Golden Swing. Rafael Nadal, Carlos Alcaraz und Casper Ruud zählen zu den früheren Siegern. Auch die hohe Zuschauerresonanz gehört zu seinen Stärken. Gerade deshalb birgt die Neuausrichtung gewisse Risiken.

Warum Hartplatz allein keine Topspieler bringt

Im Februar konkurriert Buenos Aires mit Turnieren in Dubai und Katar, die für Profis finanziell deutlich attraktiver sind. Viele Spitzenspieler bevorzugen deshalb die Hartplatzveranstaltungen im Nahen Osten. Ein identischer Belag beseitigt zwar einen Unterschied, verändert jedoch nicht automatisch die wirtschaftlichen Anreize.

Wer während dieser Saisonphase auf Hartplatz spielt, muss für Buenos Aires künftig nicht mehr auf Sand und anschließend wieder zurück wechseln. Das ist ein nachvollziehbarer Vorteil. Ob er ausreicht, hängt allerdings auch von möglichen höheren Antrittsgeldern ab. Eine entsprechende Erhöhung wurde bislang nicht bestätigt.

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Der Verlust bisheriger Stammspieler droht

Die Sandplätze waren für Spezialisten und südamerikanische Profis ein wichtiger Grund, die Golden Swing in ihren Kalender aufzunehmen. Mit dem Belagwechsel könnte Buenos Aires einen Teil dieser Spieler verlieren, ohne gleichzeitig genügend neue Teilnehmer anzuziehen.

Besonders interessant ist die Situation von Casper Ruud. Der Norweger gewann das Turnier 2020 und 2022. Ob er nach der Umstellung weiterhin antritt, bleibt offen. João Fonseca und Francisco Cerúndolo könnten dagegen aufgrund ihrer regionalen Verbundenheit weiterhin wichtige Zugpferde bleiben.

Die Veranstalter stehen damit vor einer schwierigen Aufgabe. Einerseits soll die neue Oberfläche zusätzliche Spieler anziehen. Andererseits darf die bisherige Attraktivität für Sandplatzspezialisten nicht unterschätzt werden. Für ein traditionell gut besuchtes Turnier könnte die Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes entscheidend sein.

Der ATP-Kalender erhöht den Druck

Die Entscheidung fällt in eine Phase größerer Veränderungen. Nach Spielerbeschwerden während der Saison 2026 arbeitet die ATP an weiteren Anpassungen. Für 2028 wird zudem ein neues Masters-Turnier in Saudi-Arabien erwartet, voraussichtlich im Februar oder März. Gleichzeitig soll die Zahl kleinerer ATP-250-Veranstaltungen in den kommenden Jahren reduziert werden.

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Unklar bleibt, ob die Turniere in Brasilien und Chile ebenfalls Veränderungen vornehmen. Buenos Aires könnte durch den Hartplatzwechsel seine Position im Kalender verbessern, zugleich jedoch die traditionelle Verbindung zur südamerikanischen Sandplatzserie schwächen.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht allein, ob Hartplatz besser in den Kalender passt, sondern ob Buenos Aires dadurch tatsächlich ein attraktiveres Teilnehmerfeld gewinnen kann.

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