Mirra Andreeva gab zu, dass es ihr nach der schmerzhaften Niederlage bei den US Open gegen Coco Gauff schwerfiel, viele Worte zu finden. Zugleich bedauerte die Russin, bei ihren Matchbällen nicht mehr riskiert zu haben.
Am Mittwoch endete das erste US-Open-Viertelfinale der 19-Jährigen auf brutale Weise: Gegen die an Position vier gesetzte US-Amerikanerin ließ Andreeva zwei Matchbälle ungenutzt.
Der erste bot sich ihr beim Stand von 6:5 im Tiebreak des zweiten Satzes. Nach einem 21-Schläge langen Ballwechsel versuchte Gauff lediglich, im Punkt zu bleiben – mit Erfolg. Andreeva setzte ihre Vorhand ins Aus.
Die amtierende French-Open-Siegerin erarbeitete sich bei 7:6 zwar noch einen weiteren Matchball, doch auch dieser endete auf ähnliche Weise: Erneut verfehlte sie mit ihrer Vorhand das Feld.
Nachdem sie die Partie nicht in zwei Sätzen hatte beenden können, brach Andreeva im Entscheidungssatz völlig ein. Gauff gelangen zwei Breaks und damit ein Comeback zum 2:6, 7:6 (7), 6:2.
Andreeva: Right now, it's hard...
„Still a great run. Are there moments from your performance at Flushing Meadows that you’re really proud of?“ wurde die 19-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gefragt.
Die sichtlich niedergeschlagene Andreeva antwortete: „I mean, right now, I don’t know if I can say anything about that. Maybe in a couple of days. But now, it’s hard."
Mirra Andreeva in press after losing to Coco Gauff at US Open
“Still a great run… are there moments from your performance at Flushing Meadows that you’re really proud of?”
Mirra: “I mean, right now, I don’t know if I can say anything about that. Maybe in a couple of days. But… pic.twitter.com/XIHMMfJ78PADVERTISEMENT— The Tennis Letter (@TheTennisLetter) September 9, 2026
Andreeva bedauert fehlenden Mut bei den Matchbällen
Auf die Frage, ob sie im Nachhinein etwas anders machen würde, räumte die Weltranglistenfünfte ein, dass sie bei ihren Matchbällen mehr hätte riskieren sollen.
„Maybe risk more, I guess. I think at that moment, I kind of just wanted to make a rally or a longer point. I think if I would've gone for something riskier to see what would have happened - maybe that would be the only thing I would change,“ erklärte die amtierende French-Open-Siegerin.
Trotz der bitteren Enttäuschung bei den US Open blickt Andreeva auf ein herausragendes Grand-Slam-Jahr zurück. In Roland Garros hatte sie mit ihrem ersten Major-Triumph den bislang größten Titel ihrer Karriere gewonnen.
