Coco Gauff dachte an Frances Tiafoe, als sie bei den US Open kurz vor dem Aus stand

by Sead Dedovic
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Coco Gauff dachte an Frances Tiafoe, als sie bei den US Open kurz vor dem Aus stand
© hionfashion / X / Fair Use

Coco Gauff steht bei den US Open erneut im Halbfinale. Die US-Amerikanerin überstand gegen Mirra Andreeva ihr bislang schwierigstes Match im Turnier – und auch Frances Tiafoe hatte daran einen kleinen Anteil.

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Die 22-Jährige setzte sich im Viertelfinale mit 2:6, 7:6(7), 6:2 gegen Andreeva durch. Im Tiebreak des zweiten Satzes musste Gauff dabei zwei Matchbälle abwehren. Bis zu diesem Duell hatte sie noch keinen Satz abgegeben, doch die Russin setzte sie von Beginn an unter Druck und gewann den ersten Durchgang nach gerade einmal 26 Minuten.

Die Weltranglisten-Vierte hatte vor allem mit ihrem Aufschlag und ihrer Vorhand zu kämpfen. Zudem zeigte sie sich mehrfach frustriert gegenüber ihrer Box, während Andreeva ruhig blieb und viele Ballwechsel kontrollierte.

Dennoch fand Gauff einen Weg zurück ins Match. Während einer Toilettenpause dachte die US-Amerikanerin an Tiafoes Comeback gegen Alex Michelsen am Tag zuvor.

Gauff: Tiafoe gab mir Inspiration

“I think I had to reset. I came out not feeling the ball, giving her too many free points,” Gauff sagte nach dem Match. “Mirra was playing a great match. In the restroom I will be honest, I was thinking about Frances Tiafoe and how he came back yesterday.

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“We all want to do well in front of this crowd, so I was just trying to leave the court with no regrets. I didn't know how the outcome would come, but really thank you to you guys, you pulled me through.”

Tiafoe hatte gegen Michelsen sogar noch schlechter dagestanden. Der 28-Jährige verlor die ersten beiden Sätze, zudem schlug Michelsen beim Stand von 5:4 im dritten Durchgang zum Matchgewinn auf. Tiafoe schaffte jedoch das Rebreak und setzte sich nach vier Stunden und 38 Minuten mit 5:7, 3:6, 7:5, 6:3, 7:6(6) durch.

Gauff erklärte später, dass ihr der Blick auf ihren Landsmann geholfen habe, daran zu glauben, dass eine einzige Chance ein Match drehen kann.

“Frances was looking... I was watching the end of that set, and it looked like he was down and out,” she said. “And sometimes you just need a chance, and I think I got my chances today. I was just really determined to not lose that second set, because I felt like I worked so hard to give myself opportunities and lost them.

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“Sometimes you just need a little bit of inspiration, and Frances was that for me in that moment.”

Die zweifache Grand-Slam-Siegerin wehrte gegen Andreeva beide Matchbälle ab, ehe sie den Tiebreak mit 9:7 für sich entschied. Im dritten Satz schlug Coco keinen Doppelfehler und leistete sich lediglich zwei unerzwungene Fehler.

Gauff entschuldigte sich außerdem bei ihrem Team, nachdem sie sich in einigen Phasen des Matches sichtbar unzufrieden mit ihren Betreuern gezeigt hatte.

“So important. I know sometimes I give them a hard time, but when I feel stressed out I need to look over and not see them stressed out, even though they might be,” she said. “Thank you for the energy, sorry for what was said.”

Gauff steht vor der nächsten schwierigen Aufgabe

Für Gauff ist es das erste US-Open-Halbfinale seit ihrem Titelgewinn in New York im Jahr 2023. Die US-Amerikanerin war nach einem starken Sommer zu diesem Grand-Slam-Turnier gereist: In Toronto erreichte sie das Halbfinale, anschließend triumphierte sie in Cincinnati.

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Im Finale von Cincinnati bezwang sie Jessica Pegula mit 6:2, 6:4. Es war ihr zweiter Titel bei diesem Turnier, nachdem sie dort bereits 2023 gewonnen hatte, sowie ihr erster WTA-Triumph in der Saison 2026.

Auch ihre Bilanz in Drei-Satz-Matches bei Grand-Slam-Turnieren kommt Gauff zugute. Nach dem Sieg gegen Andreeva steht sie in dieser Kategorie seit Beginn des Jahres 2023 bei 20:4.

Die in Florida geborene Spielerin hat in dieser Saison mehrfach über den Glauben an sich selbst gesprochen, wenn ihr Tennis nicht wie gewünscht funktioniert. Auch nach dem Match gegen Andreeva betonte sie, dass sie ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten selbst kontrollieren könne.

“Honestly, just believing is all I can do,” Gauff said. “The game may not always show up, but I can control the belief in myself. I think even if it's delusional, the more instances that I keep showing up and maybe being successful in those moments, maybe that delusion will be more factual.”

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Im Halbfinale trifft Gauff nun auf Elena Rybakina. Die Kasachin wird die neue Nummer eins der Weltrangliste und setzte sich in ihrem Viertelfinale mit 3:6, 6:1, 6:4 gegen Zheng Qinwen durch.

Bislang standen sich die beiden Spielerinnen zweimal gegenüber, beide konnten jeweils einen Sieg verbuchen. Das jüngste Duell entschied Rybakina in diesem Sommer in Toronto für sich. Nach verlorenem ersten Satz gewann sie mit 5:7, 6:2, 6:2.

“I mean, Elena is the new world number one so it's going to be a tough match,” Gauff said. “Last time we played was a tough three setter for me, but I'm looking forward to the battle.”

Gauff und Rybakina treffen am Donnerstagabend im Arthur Ashe Stadium aufeinander. Die Siegerin zieht in das US-Open-Finale am Samstag ein.

Coco Gauff Frances Tiafoe Us Open
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